10.000 betterplacianer – Wir verlosen unter allen Fans einen Tag mit dem Team!

Unsere Facebook-Seite ist inzwischen schon fast 10.000 Mann/Frau stark!
Das freut uns wirklich sehr, denn ihr seid ein wesentlicher Teil von betterplace.org!

 –> keine Lust so viel zu lesen? Schau dir das Video zur Verlosung an!

Ihr verbreitet spannende Projekte, zum Beispiel urbanes Gärtnern in Köln oder eine Fahrradwerkstatt in Sambia.

Ihr helft uns dabei, im Katastrophenfall schnell eine Menge Leute zu erreichen die helfen möchten – so zum Beispiel bei Erdbeben und Tsunami in Japan oder der Hungersnot in Ostafrika.

Ihr macht Spendenaktionen erfolgreich – indem ihr einen Marathon für die gute Sache lauft oder indem ihr das Video von Christophs Spendenaktion mit euren Freunden teilt und so noch mehr Menschen zum Mitmachen begeistert.

Ihr lacht mit uns über witzige Teamfotos und teilt mit uns eure Lieblingsprojekte.

Ihr tragt dazu bei, das betterplace.org die wahrscheinlich transparenteste Spendenplattform der Welt ist.

Dafür wollen wir euch jetzt einmal danken – schließlich sind 10.000 Fans wirklich etwas Besonderes!

Am liebsten würden wir euch alle zu einer großen Party nach Berlin einladen, aber unser Büro platzt sowieso schon aus allen Nähten. Darum haben wir uns etwas anderes überlegt: Einer von euch hat die Chance auf eine Wildcard zu unserem „Frohen Freitag“  – inklusive Anreise!

Der Frohe Freitag: Einmal im Monat unternehmen wir etwas als Team. Das kann ein Projektbesuch sein, ein Ausflug in ein Museum, eine Radtour – Hauptsache wir machen was gemeinsam. Der Gewinner/die Gewinnerin hat also die Gelegenheit, einen ganzen Tag mit dem betterplace-Team zu verbringen und uns mit Fragen zu löchern, mit Lob zu überschütten, Verbesserungsvorschläge zu äußern oder auch einfach nur mal herausfinden, wer auf der anderen Seite des Bildschirms sitzt.

Wenn Du bei unserem nächsten „Frohen Freitag“ dabei sein willst, dann gehe auf unsere Facebook-Seite, ganz oben findest Du den Post zu den 10.000 betterplacianern. Dort schreibst Du uns dann, warum Du die Wildcard gewinnen willst. Los geht’s – wir freuen uns darauf Dich kennenzulernen!

Das Kleingedruckte: Wir übernehmen die Kosten für ein Zugticket, Hin- und Zurück in der 2. Klasse innerhalb Deutschlands. Der Frohe Freitag findet immer am ersten Freitag eines Monats statt, die Gelegenheit für die Wildcard bezieht sich auf den 6. Juli.

Praktikant/-in im Bereich Projekte&Organisationen gesucht

Praktikumsausschreibung

Als Praktikant/-in im Bereich Projekte&Organisationen hilfst Du den Weltverbesserern, noch mehr Unterstützung für ihr Engagement zu bekommen: Du unterstützt betterplace.org bei der Akquise von neuen Organisationen und Projekten in aller Welt, hast Ideen zur Verbreitung unserer Plattform an weitere Engagierte – und bringst Dich aktiv in den Support der Projekt-Verantwortlichen auf unserer Plattform ein.

Deine Aufgaben …
* Akquise von neuen Organisationen und Projekten
* Erstellung und Umsetzung von Vertriebskonzepten
* Erstellung von Anschreiben, Best-Practise-Papieren, Hilfe-Dokumenten uvm.
* Unterstützung von Organisationen und Projekten bei der Registrierung auf betterplace.org

Wir erwarten …
* Außergewöhnliche Kommunikations- und Ansprachefähigkeit in Wort und Schrift (Deutsch/Englisch)
* Mindestens 4. Fachsemester wünschenswert – oder erfolgreich abgeschlossenes Studium
* Hohe Internetkompetenz (insbesondere Social Media) und Kenntnisse von MS-Office-Anwendungen
* Kreativität, Engagement, eigenständige Arbeitsweise, Ausdauer und Zuverlässigkeit
* Erste Praktikumserfahrung im Bereich Akquise/Vertrieb oder Fundraising von Vorteil

Wir bieten …
* Einbindung in ein engagiertes und professionelles Start-up
* 400 Euro/Monat
* Teilnahme am „Associate-Programm“: Persönliche und berufliche Weiterentwicklung durch Coachings
* Unser Netzwerk: wertvolle Kontakte und Ansprechpartner in der Internet-, Medien-, Agenturbranche und der Entwicklungszusammenarbeit
* Die Möglichkeit, beim Arbeiten die Welt zu verbessern – und den Menschen zu zeigen, dass Gutes tun nicht langweilig sein muss

Maile Deine Bewerbungsunterlagen an jobs@betterplace.org und wir melden uns zurück. Starttermin? 7. oder 15. Mai 2012. Für sechs Monate. Los geht’s!

Tipps, Tricks und Kniffe: Altes und Neues zum Thema Bedarfe

Du hast Dein Projekt erfolgreich auf betterplace.org registriert und beschrieben, dann geht’s jetzt an das Hinzufügen einzelner Bedarfe. Bedarfe bezeichnen auf betterplace.org die konkrete Verwendung der Spenden. Sprich: Wofür genau benötigst Du in Deinem Projekt Unterstützung?

Vorgestellt: Worauf muss man beim Bedarf hinzufügen achten?

Bedarf hinzufügenUm einen Bedarf hinzuzufügen, gib zuerst die Art des Bedarfes an. Benötigst Du Geld- oder Sachspenden oder suchst Du Menschen, die Dich mit freiwilliger Mitarbeit unterstützen? Gib danach eine konkrete Benennung des Bedarfes (Bedarfsname) an, z. B. „Holzbalken“ oder „monatliche Wartungskosten“. Danach legst Du die Anzahl fest. Ein Bedarf kann aus mehreren Einzelteilen bestehen, deren Anzahl in das Feld „Anzahl“ eingetragen wird. Wenn die Anzahl „1“ eingetragen wird, erscheint keine Zahl vor dem Bedarfsnamen. Dies bietet sich v. a. dann an, wenn es um ein einziges Element oder einen generellen Bedarf geht. Gibst Du aber eine höhere Anzahl an, wie z. B. „3 Fußbälle“, ist es wichtig die Gesamtsumme der angegeben Anzahl zu berechnen. Gib also unter „Gesamtsumme (Euro)“ 45 an, wenn Du drei Fußbälle brauchst, die je 15 Euro kosten. Jetzt beschreibst Du den Bedarf noch kurz, aber präzise und verständlich und benennst seinen Nutzen. Abschließend musst Du noch auf „Diesen Bedarf hinzufügen“ klicken. Fertig! Willst Du mehrere Bedarfe angeben, wiederholst Du diese Schritte einfach und trägst weitere Bedarfe ein.


Neue Funktion: Offene Bedarfe verwalten

Offener Bedarf verwaltenWenn Du einen oder mehrere Bedarfe zu Deinem Projekt hinzugefügt hast, kannst Du diese auf betterplace.org ab sofort auch auf einer gesonderten Seite verwalten. Dies geht direkt über Deine Projektseite. Dazu gehst Du rechts unter dem „Jetzt spenden“-Button auf „Bedarfe verwalten“. Alternativ kannst Du auch auf Deiner Projektseite auf „Administration“ klicken und im ausgeklappten Menü „Bedarfe verwalten“ auswählen. Hast Du das Menü „Bedarfe verwalten“ aufgerufen, siehst Du eine Liste mit Deinen bisher nicht erfüllten Bedarfen. Diese kannst Du verschieben, indem Du bei einem Bedarf links auf „Position“ klickst und den Bedarf an die gewünschte Stelle ziehst. Wenn Du loslässt, wird Deine gewählte Position automatisch gespeichert. Probier’s einfach mal aus! Denn spätestens bis zum 5. April solltest Du das draufhaben. Ab diesem Zeitpunkt werden Deine Spenden auf betterplace.org, die nicht auf einen konkreten Bedarf, sondern an Dein Projekt an sich eingegangen sind, automatisch an den ersten, offenen Geldbedarf weitergeleitet.

Neben der Sortierung ist auf der „Bedarfe verwalten“-Seite aber auch die sonstige Administration der Bedarfe möglich. So lange noch keine Spende auf Deinen Bedarf eingegangen ist, kannst Du ihn löschen, bearbeiten und (ins Englische) übersetzen. Zudem hast Du die Möglichkeit bei einem Bedarf jederzeit eine „Spende von außerhalb“ anzugeben. Wenn Dein Bedarf also 150 Englischbücher für 1500 Euro ist, und Du z. B. bei einer Vereinsfeier 200 Euro für die Bücher erhalten hast, kannst Du das hier eintragen. So bleibt Dein Projekt transparent und die Zahlen stimmen!

Japan – ein Jahr nach der Katastrophe

Am 11. März ereignete sich eine unglaubliche Katastrophe in Japan: Nach einem verheerendem Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richter-Skala wurde eine Flutwelle ausgelöst die nicht nur weite Teile der Küstenregion zerstörte, sondern auch einen GAU im Atomkraftwerk von Fukushima auslöste. Hunderttausende Japaner und Japanerinnen wurden obdachlos, etwa 15.000 Menschen verloren ihr Leben.

Help e.V., Aktion Deutschland Hilft, Shelter Box, Das Rote Kreuz, Save the Children und CARE wurden aktiv und haben Soforthilfe-Projekte auf betterplace.org registriert. Wir haben diese Projekte auf der Kampagnenseite “Erdbeben und Tsunami in Japan” gebündelt. In den folgenden Wochen trafen 22.295 Spenden auf unserer Plattform ein – gemeinsam konnten wir beinahe eine halbe Million Euro für die betroffenen Menschen in Japan sammeln. Vielen Dank!

Alle Projekte für Japan sind nach wie vor auf betterplace.org einsehbar. So können Spender auch noch ein Jahr später nachvollziehen, was mit dem gesammelten Geld umgesetzt wurde. Aktuelle Berichte vom Einsatz vor Ort veröffentlichen die Organisationen unter “Neuigkeiten”. Hier einige Auszüge aus den neuesten Blogposts:

Weiter lesen »

neu bei betterplace.org: der Spendenbutton für Organisationen

Seit Anfang des Jahres 2011 gibt es auf betterplace.org ein neues Angebot für Organisationen: den betterplace.org Spendenbutton für die Organisations-Homepage. Damit ergänzt betterplace.org die Möglichkeiten der Integration von Spendenmöglichkeiten über die Homepages der jeweiligen Organisationen. Wie genau das funktioniert haben wir in diesem kurzen Video erklärt:

Weiter lesen »

Gemeinsam Gutes tun – mit Kunden und Kollegen

Auf betterplace.org tummeln sich nicht nur Nonprofit-Organisationen, sondern auch Unternehmen – und zwar solche, die gemeinsam mit ihren Mitarbeitern oder ihren Kunden Gutes tun. Egal ob langfristige Unterstützung eines Projektes oder schnelle Hilfe im Katastrophenfall – auf betterplace.org kann man mit einer Spendenaktion schnell und einfach Kunden oder Kollegen zusammentrommeln.

Gamers support Japan

Schnelle Hilfe im Katastrophenfall: Gamers support Japan

Wer gibt, gewinnt zurück 2011

Sammelaktion zu Weihnachten: Wer gibt, gewinnt zurück 2011

Gemeinsam für Kinder!

Längerfristig Gutes tun: Gemeinsam für Kinder!

Weiter lesen »

So wird Deine Veranstaltung zum Charity-Event

Deine Spendenaktion kann die Welt zu einem besseren Ort machen: Egal, welches Projekt auf betterplace.org Du Dir aussuchst: Mit der Unterstützung Deiner Gäste könnt Ihr gemeinsam einen Unterschied machen für ein Anliegen, dass Euch am Herzen liegt: am anderen Ende der Welt oder gleich um die Ecke.

Eine Geburtstagsparty ist der optimale Anlass für eine Spendenaktion – aber hast Du auch schon mal daran gedacht, das Ganze etwas größer aufzuziehen?

Nicht nur für private Partys, sondern auch für öffentliche Veranstaltungen eignen sich die Spendenaktionen auf betterplace.org, wie diese Beispiele eindrucksvoll beweisen:

caption

Die Einnahmen der Kunstveranstaltung wurden über betterplace.org transparent an Projekte in Ostafrika weitergeleitet.

Spendenaktion zur Deutschlandpremiere des Films Skateistan: Vorab konnten sich die Gäste mit einer Spende einen Sitzplatz reservieren.

Spendenaktion zur Deutschlandpremiere des Films Skateistan: Vorab konnten sich die Gäste mit einer Spende einen Sitzplatz reservieren

Bei der party konnten Gäste direkt auf die Spendenaktion spenden. Auch die Spenden, die an der Tür eingenommen wurden unterstützen Projekte für Japan.
Für diese Benefizparty konnten Gäste direkt auf die Spendenaktion spenden. Auch die Spenden, die an der Tür eingenommen wurden unterstützen Projekte für Japan.

Weiter lesen »

Berlin ist sexy – und soll nicht arm bleiben: Wir suchen eine(n) Fellow zum Ausbau von betterplace.org in Berlin.

Du bist der, der in Berlin fast jeden Türsteher kennt – auch den von Wowi, der IHK und Rüdiger Grube? Du hast nicht nur Deine Karriere im Blick, sondern auch die Entwicklung unserer Gesellschaft? Du denkst analytisch, bist trotzdem extrem kontaktfreudig? Dann überzeuge uns, dass Du in Berlin andere für uns überzeugen kannst: Bewirb Dich als „Fellow“ im Bereich Marketing und PR!

Deine Aufgaben:

• Du begeisterst kleine und größere Betriebe von einer Zusammenarbeit mit betterplace.org
• Du netzwerkst mit Politik und Promis, Ämtern und Behörden, Interessengruppen und Interessierten in der Hauptstadt
• Du entwickelst Konzepte, um potentielle Weltverbesserer anzusprechen (bitte keine Flashmobs!)
• Du hörst sozialen Einrichtungen zu, wie sie betterplace.org verbessern würden
• Du koordinierst einen Teilbereich von betterplace.org

Wir erwarten von Dir:
• Du hast große Lust, potentielle Partner für eine Idee zu überzeugen, meist persönlich vor Ort, häufig auch per Telefon, niemals nur per E-Mail
• Kenntnisse der Berliner Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
• Freundlich- und Kontaktfreudigkeit, dabei verbindlich
• Engagement und eigenständige Arbeitsweise
• Internetkompetenz und Kenntnisse von MS Office Anwendungen
• Wünschenswert sind außerdem: Erste Erfahrungen im Projektmanagement, der Organisationsentwicklung und im Bereich PR/Netzwerken/Politik in Berlin sowie ein abgeschlossenes Studium

Wir bieten Dir:
• Einbindung in ein engagiertes und professionelles Start-up
• Unser Fellowship: 1.500 Euro/Monat für ein Jahr
• Ziemlich gute Kontakte und Ansprechpartner in der Internet-, Medien-, Agenturbranche sowie der Entwicklungszusammenarbeit
• Die Möglichkeit, beim Arbeiten die Welt zu verbessern – und den Menschen zu zeigen, dass Gutes tun nicht langweilig sein muss
• Nicht zuletzt: Büro mit Kicker und Spreeblick in Berlin-Kreuzberg

Maile Deine Bewerbung an jobs@betterplace.org, wir melden uns zurück. Start? Bald. Attacke!

Endlich wieder da: die Unternehmenspartnerschaften

Auf betterplace.org engagieren sich nicht nur viele Einzelspender, sondern auch zahlreiche Unternehmen. Sie unterstützen ihre Lieblingsprojekte, sammeln mit ihren Mitarbeitern für den guten Zweck oder verschenken Spendengutscheine von betterplace.org. Seitdem unsere Projektseiten in neuem Glanz erstrahlen, war das Engagement der Unternehmen dort allerdings vorübergehend nicht sichtbar. Nun sind sie wieder da!

Unternehmen, die ein Projekt auf betterplace.org unterstützen, werden nun wieder mit ihrem Logo unterhalb der Projektbeschreibung angezeigt:
Bildschirmfoto 2012-01-30 um 18.39.28
Das Verknüpfen eines Unternehmens mit einem Projekt geht so: Einfach unter der Projektbeschreibung in der grauen Administrationsbox – die übrigens nur für die Ansprechpartner eines Unternehmens auf betterplace.org sichtbar ist – auf “Anfrage stellen” klicken. Sobald der Projektverantwortliche die Anfrage bestätigt hat, ist die Verknüpfung aktiv: Das Logo wird auf der Projektseite angezeigt und im Gegenzug wird das Projekt auf dem Profil des Unternehmens gelistet. So kann man sicher sein, dass beide Seiten einverstanden sind. Und mit jeder neuen Partnerschaft wächst auch das Vertrauensnetzwerk eines Projekts – damit das Weltverbessern noch sichtbarer wird.

Fragen zu den Unternehmenspartnerschaften beantworten wir jederzeit gern unter solutions@betterplace.org

Haiti: Zwei Jahre nach dem Beben

Vor zwei Jahren, am 12. Januar 2010, erschütterte ein schweres Erdbeben den Inselstaat Haiti. Über 300.000 Menschen kamen dabei ums Leben und große Teile der Infrastruktur wurden zerstört. Die Hilfsbereitschaft in aller Welt war riesig und auch über betterplace.org und unsere Partner kamen in den Wochen danach rund 1 Million Euro an Spenden für die Betroffenen der Katastrophe zusammen.

Rund 73.000 Euro dieser Spenden flossen an Help – Hilfe zur Selbsthilfe, eine weltweit tätige Hilfsorganisation in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit mit Sitz in Bonn. Dabei wurde ein Großteil für die Soforthilfe nach dem Erdbeben gespendet, aber auch danach unterstützte die betterplace.org-Community die Projekte von Help in Haiti.

Wir haben bei Raphael Göpel, dem Verantwortlichen für die Projekte von Help auf betterplace.org, nachgefragt was mit den Spenden passiert ist:

Help hat zunächst Soforthilfe in Haiti geleistet. Wie müssen wir uns das vorstellen?

Prof. Dr. Echtermeyer führte Notoperationen in Haiti durch

Prof. Dr. Echtermeyer führte Notoperationen in Haiti durch

Nach dem Erdbeben leisteten wir unmittelbare Nothilfe im Katastrophengebiet um die haitianische Hauptstadt Port au Prince. Zwei erfahrene Nothelfer flogen sofort nach Haiti aus, um die Katastrophenhilfe vor Ort zu koordinieren. Ein fünfköpfiges Ärzteteam operierte Verletzte und Verwundete, gemeinsam mit unserer Partnerorganisation action medeor wurde medizinisches Material für etwa 60.000 Menschen eingeflogen und Lebensmittel ins Katastrophengebiet geschafft.

Was für Schwierigkeiten gab es dabei?

Die Koordination und Hilfe vor Ort waren für die beteiligten Kräfte nicht einfach, da das Ausmaß des Bebens einen Grad erreichte, der eine immense Herausforderung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisationen darstellte. Erschwerend hinzu kamen die Grundbedingungen in einem der ärmsten Länder der Welt, geprägt durch Korruption und Misswirtschaft sowie fehlenden staatlichen Strukturen. Die Sicherheitslage stellt zudem noch immer eine nicht zu unterschätzende Gefahr da, auch für die Hilfsorganisation und deren Teams.

Trotz aller Anstrengungen ist im Katastrophengebiet die Cholera ausgebrochen. Wie habt Ihr darauf reagiert?

Richtig, im Oktober 2010 brach in Haiti erschwerend die Cholera aus, die unbehandelt bei Kindern, älteren Menschen oder bereits kranken Menschen schnell zum Tode führen kann. Um die 7.000 Menschen sind bisher an den Folgen der Krankheit gestorben. Übertragen wird die Cholera oft über verunreinigtes Trinkwasser, aber auch durch Choleraerreger infizierte Lebensmittel. Da sauberes Trinkwasser nur für einen geringen Anteil der Bevölkerung zugänglich ist, hat Help mobile Wasserfilteranlagen nach Haiti gesendet. In den Anlagen des Modells PAUL ist ein Membranfilter, der 99 % aller Bakterien und anderer pathogener Keime aus dem eingefüllten Wasser herausfiltert. Das Filtersystem wurde zuvor von Help in Pakistan an Schulen eingesetzt, und hatte sich dort durch seine einfache Handhabung und Instandhaltung bewährt. Mittlerweile wird der Wasserfilter auch in Kenia eingesetzt. Die Wasserfilter werden an Schulen, Gesundheitsstationen und Kindergärten eingesetzt und können dort auch zu Aufklärungskampagnen zum hygienischen Umgang mit Wasser benutzt werden. Es gab seither mehrere Wellen von Choleraausbrüchen, was typisch für die Krankheit ist, und es ist zu Beginn der kommenden Regenzeiten mit erhöhten Neuerkrankungen zu rechnen. Daher ist jetzt auch der präventive Einsatz des Wasserfilters im Hinblick darauf sinnvoll.

Vielfach wurde kritisiert, dass nach der Soforthilfe nicht mehr viel passiert ist. Wie sieht es mit dem Wiederaufbau aus?

eines der neu errichteten Häuser

eines der neu errichteten Häuser

Durch das Erdbeben wurden in Haiti tausende Häuser und Gebäude zerstört. Help baute nach der Soforthilfe sein Team vor Ort aus und baute im nächsten Schritt Schulen und Gesundheitsstationen auf. Ganz zentral ist der Bau von 1.039 Häuser, die erdbebensicher sind, darunter 120 barrierefreie Häuser. Es sind bereits über 700 Häuser gebaut, und Help wird 2012 dieses Projekt fertigstellen. Bei den barrierefreien Häusern arbeiteten wir mit der Christoffel Blindenmission zusammen, die ein großes Fachwissen in diesem Bereich hat. Diese Häuser werden nun mit Solarlampen ausgestattet, die junge Haitianerinnen und Haitianer, alles ehemalige Auszubildende von Help, herstellen. So kann das Konzept Hilfe zur Selbsthilfe direkt umgesetzt werden. Mit Spendengeldern sollen nun auch die anderen Häuser mit den Solarlampen ausgestattet werden.

Hilfe zur Selbsthilfe klingt immer gut. Was bedeutet das konkret?

Simon Dieunisse arbeitet schon über 1,5 Jahre für Help. Er schneidet und schraubt die Holzplatten für die Häuser.

Simon Dieunisse arbeitet schon über 1,5 Jahre für Help. Er schneidet und schraubt die Holzplatten für die Häuser.

Help hat neben wenigen internationalen Mitarbeitern viele lokale Mitarbeiter eingestellt, die am Wiederaufbau Haitis beteiligt werdenDiese arbeiten vor allem beim Bau der Häuser und in der Help-Produktionsstraße, wo die Bauelemente vorgefertigt werden.Dort haben wir  während dem Bau der Häuser Haitianer und Haitianerinnen ausgebildet, von denen einige mittlerweile eine eigene Firma gegründet haben. Dies ist z.B. der Fall bei den jungen Handwerkerinnen und Handwerkern, die nun Metallrahmen für die Befestigung der Solarlampen für die Häuser herstellen.

Welches sind die größten Herausforderungen, vor die das Land noch gestellt ist?

Damit sich Haiti langfristig positiv entwickelt, ist politische Stabilität notwendig,  der Aufbau solider öffentlicher Strukturen und ein funktionierendes Rechtssystem. Hilfsorganisationen müssen immer die lokale Bevölkerung einbeziehen und sich intensiv untereinander austauschen, um die Arbeit vor Ort ständig zu verbessern und aus Fehlern gemeinsam zu lernen.

Wie lange wird Euer Einsatz vermutlich noch andauern?

Die Wiederaufbauprojekte in Haiti werden noch mindestens bis 2014 andauern. Ob Help Projekte in der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit starten wird, müssen wir noch entscheiden.

Das Solarlampen-Projekt von Help für die neuen und erdbebensicheren Gebäude, kann hier unterstützt werden.

Folge uns auf   facebook twitter betterplace blog betterplace lab