Archiv für November, 2008

betterplace Workshop in Mali

Youchaou’s Schule in Mali, Westafrika, ist eines meiner Lieblingsprojekte (gut, es gibt auch ein paar andere, aber dieses ist richtig gut.) Und zwar nicht nur, weil meine Familie und ich die Schule im Januar besucht haben und einen Tag und extrem gastfreundlichen Abend mit Youchaou, Eillen und Jürgen verbracht haben, sondern weil mich der Ansatz überzeugt und weil ich gesehen habe, wie engagiert und durchdacht ihr Konzept ist: ein Malineser erkennt einen Mißstand in seiner Gesellschaft (bei einer fast 80%weiblichen  Analphabetenrate nicht sehr schwer), krempelt selbst die Ärmel hoch, baut eine Schule in seinem eigenen Viertel und holt sich dann die strategische und wirtschaftliche Unterstützung von außen hinzu, die ihm respektvoll und kooperativ beisteht.

Völlig begeistert war ich dann natürlich, als ich dieses Foto von Jürgen zugeschickt bekam:

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Malineser und Volunteers lernen in Bamako, wie die die betterplace website benutzen können, sodass möglichst viele Stakeholder eine Stimme bekommen können. Super! 

Da möchte man doch gleich ein Stipendium für einen mittellosen Schüler mitfinanzieren – oder?

betterplace auf dem Kollwitzmarkt

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Am nächsten Sonntag, dem 30.11. und ersten Advent haben wir einen Stand auf dem Kollwitzplatz in Berlin, zu dem wir alle Berliner und betterplacianer herzlich einladen möchten.

Zu Weihnachten haben einige befreundete Designer Schmuckstücke und Mode-Accessoires entworfen, deren Erlös zu 100% fünf verschiedenen, von Euch ausgewählten, sozialen Initiativen zugute kommt.

WAS GIBT’S? 
Die Hamburger Schmuckdesignerin LENA SCHÜLER hat für betterplace drei schöne Silberschmuckstücke entworfen – ideale Geschenke für Töchter, Patenkinder, Mütter, beste Freundinnen oder – Euch selbst. 

Im letzten Jahr waren die in limitierter Auflage produzierten Schals und Stulpen von TRIKOTON unser Renner. Wir haben sie in neuen Materialien und Farben wiederaufgelegt und um schöne Nierenwärmer erweitert. Trikoton verwendet ein einzigartiges Vertonungsverfahren, bei der Stimm- in Strickmuster transformiert werden. Für die Schals und Stulpen sangen betterplace juniors Michael Jacksons Song „Heal the world … make it a better place”, während wir für die Nierenwärmer eine Textpassage aus dem Dokumentarfilm „Heart of Jenin” verwendet haben. Der Regisseur des Films, der bereits zahlreiche Preise auf den Filmfestivals von Valladolid, Leipzig und Warschau gewonnen hat, präsentiert auf betterplace ein spannendes Kulturprojekt in Palästina, in das auch der Erlös der Nierenwärmer geht.

Die besten Geschenke sind immer die mit einer guten Geschichte. 

Damit auch die Kleinen nicht zu kurzkommen, verkaufen wir T-Shirts von JUMPELT&HARMS aus hochwertigem Material mit ausgefallenen Motiven. 

Spenden macht glücklich!
Wissenschaftler haben es bewiesen: Spenden macht Glücklich. Und da ja bekanntlich auch Schokolade Endorphine freisetzt, machen die BETTERPLACE SCHOKOLADEN doppelt glücklich. 

Neben weiteren Kleinigkeiten – wie z.B. den betterplace WEIHNACHTSKARTEN -gibt es natürlich auch BETTERPLACE GESCHENKGUTSCHEINE, die Ihr all denen schenken könnt, die schon genügend Schmuck, Strick und Schokolade haben und die statt dessen einfach und transparent einem dominikanischen Kind Schulbücher oder einem Flüchtlingskind in Berlin eine Betreuung ermöglichen möchten. 

Bei jedem Geschenk, das Ihr kauft, bestimmt Ihr selbst, in welches der fünf von uns vorausgewählten Projekte der Verkaufspreis fließt.

betterplace und betterplace junior freuen sich auf viele Besucher zwischen 12 – 18 Uhr!

Im Land der Ideen

betterplace wurde für das Jahr 2009 als einer von 365 Orten im Land der Ideen ausgezeichnet. Jeder einzelne Orte bekommt einen Tag, an dem er sich im Rahmen der Aktion darstellen darf. Unser Tag ist der 15.04.2009.

Kriterien für die Auswahl waren:

  • Die Idee oder das Projekt ist zukunftsorientiert und einzigartig.
  • Der „Ausgewählte Ort“ vermittelt neue, unerwartete Aspekte von Deutschland, ist umsetzungsstark und richtungsweisend tätig.
  • Die Veranstaltungsidee des „Ortes“ ist originell und attraktiv.
  • Die Idee des „Ausgewählten Ortes“ ist dem Gemeinwohl verpflichtet und setzt auf Nachhaltigkeit im ökologischen, ökonomischen oder sozialen Bereich.
  • Der „Ausgewählte Ort“ hat eine Vorbildwirkung und ist ein Ansporn für andere.

Wir freuen uns über die Auszeichnung und auf viele weitere gute Ideen!

Effizientes Fundraising mit betterplace

Vor ein paar Tagen berichtete ich über Reisende, die betterplace Projekte in Afrika besucht haben. Eines dieser Projekte – der Bau einer Wasserleitung in einem kleinen Dorf in Senegal – ist nun kurzfristig über betterplace finanziert worden. 

Und der Projektverantwortliche Hans Schindler schrieb dies in seinem Projektblog:

Eigentlich fanden wir betterplace.de mehr zufällig. Dachten, halt mal ausprobieren. Warn dann überrascht, dass gleich was “funktionierte” und passierte, dass unser Kleinprojekt angeklickt wurde und Befürworter und Unterstützer fand ohne dass wir vom Verein selbst irgenwelche Werbekosten gehabt haben. Dazu kam gleich noch Kontakt zu einem Afrikareisenden, der unser Projekt im Senegal besuchte und uns ein aktuelles Foto aus dem Dorf mailte. Klasse!

Ein dickes Lob an die betterplace – InitiatorInnen von www.partnerschaft-westafrika.de

Wir freuen uns und sind gespannt auf die Berichte über den Bau der Wasserleitung!

Neues vom betterplace WTO Projekt

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Lesern unseres Blogs wird bekannt sein, dass wir seit einigen Monaten ein spannendes Sanitärprojekt in unserem Projektinkubator haben: die Konzeption eines neuen Toilettensystems für das Bottom of the Pyramid Marktsegment. Gestern trafen wir uns wieder mit Noa und Fionn, den beiden Designstudenten an der UdK, um auf den neuesten Stand gebracht zu werden. Mit dabei waren ihr Professor, Axel Kufus, Hans-Jürgen Cramer und Niels Billou von der ESMT.

Diesmal wurde es schon ziemlich konkret: Zum einen haben Noa und Fionn einen tollen Film gemacht, der ihr Konzept eines dezentralen Toiletten-Systems veranschaulicht und der in einer von ihnen aufgebauten indischen Miniatur-Pappstadt spielt (s. oben). Die Inhalte der Hocktoiletten, die in Haushalten Verwendung finden sollen, werden in regelmäßigen Abständen zu einem zentralen “Mutterschiff” gebracht, in dem sie in Energie umgewandelt werden. In einem angegliederten Energie-Kiosk können sich die “Produzenten” z.B. Batterien für Handys oder Lampen aufladen lassen. (Den Film werden wir natürlich, sobald er ganz fertig ist, hier posten).

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Um geeignete Materialien für das Fäkaliengerät zu finden ließen sich Noa und Fionn von Forschungen im Bereich der Nanotechnologie am Fraunhofer Institut inspirieren. Bei unser Zusammenkunft bekamen wir eindrucksvolle Belegproben ihrer Experimente zu sehen – die braune Flüßigkeit ist genau das, was Sie vermuten. Denn nur am realen Material läßt sich prüfen, ob die Exkremente kleben bleiben und viel oder wenig Wasser zur Reinigung der Behälter benötigt wird.

Als nächstes steht eine Forschungsreise auf den Subkontinent an, um die vielen Fragen und Überlegungen, die sich in den letzten Monaten angehäuft haben, einem Realitätscheck zu unterziehen.

Projektbesuch

Projektbesuch ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck. Mo, Anja und ich waren am Freitag bei der Vorführung “Krieg” der lis:sanga-dance-company im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Die Choreographin Lenah Strohmaier, die das Projekt “lis:sanga” leitet und initiiert hat, sagte mir kürzlich bei einem Treffen, dass sie dringend noch finanzielle Mittel für ihr Projekt benötigte. Und da lag die Empfehlung natürlich sehr nahe, das Projekt bei betterplace einzustellen.

Anlass der Aufführung war die akut mögliche Abschiebung eines der Tänzer. Aus dem Programmheft heißt es:

Weltweit befinden sich zahllose unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht vor Kriegshandlungen. Einer von ihnen ist Paulo, der vor einigen Jahren als Flüchtling aus Angola aus Deutschland gekommen ist und inzwischen hier seine neue Heimat gefunden hat. Nun droht ihm die Ausweisung. Seine letzte Hoffnung, dauerhaft in Deutschland bleiben zu können, liegt bei der Härtefallkomission.

Die Veranstaltung am heutigen Abend dient der Unterstützung unseres Freundes und Tänzers Paulo und aller anderen in seiner Lage.

Die lis:sanga-dance-company, die übrigens unter der Schirmherrschaft von Royston Maldoom und Marietta Slomka steht, hat uns freundlicherweise angeboten, bei der Vorstellung mit einem betterplace-Informationsstand präsent zu sein.

Die Vorführung der hauptsächlich aus Schülern bestehenden Dance-Company vor fast ausverkauftem Haus war klasse! Und wir hatten im Anschluss noch die Möglichkeit in interessierten Einzelgesprächen die Funktionsweise von betterplace zu erklären. Wir wünschen lis:sanga an dieser Stelle weiterhin viel Freude und Erfolg!

Matthias

Ein tolles Testimonial

Die bisherige Form der weltweiten Hilfe bedarf der Erneuerung.
Sie muss transparent, partizipativ und unmittelbar sein.
So wie betterplace.org. Geben erleben!

Prof. Dr. Peter Eigen, Gründer von Transparency International

Kindergeburtstag á la betterplace

 

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Ich möchte gerne Noah vorstellen, den bislang jüngsten betterplace Team Organisator. Gestern hat Noah seinen 9. Geburtstag gefeiert und statt den obligatorischen Geburtstagstüten voller Süßigkeiten und kleiner, meist ziemich nutzloser Geschenke, die die Kinder herkömmlicher Weise zum Abschied in die Hand gedrückt bekommen, hat er das Geld gemeinsam mit seinen Gästen einem Kindergarten in Togo gespendet.

Schauen Sie sich Noahs Team an und starten Sie mit ihren Kindern ein eigenes!

P.S. Vielen Dank an Maritta Koch-Weser, die bei einem betterplace Abendessen, diese Idee ausgebrütet hat.

Reisende besuchen betterplace Projekte

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Volunteer Partnerships for West Africa (VPWA), das betterplace Projekt, welches Dr. Henning Pentzlin besuchte

Die Idee des Web of Trust ist es, dass möglichst viele Menschen, die mit einem Projekt in Berührung kommen, bzw. die Projektverantwortliche kennen, mit ihren Aussagen Gehör finden – um Vertrauen für das Projekt und die Organisation werben, oder diese auch kritisch hinterfragen. Deshalb finde ich es grandios, dass neben den Netzwerken, die Projekte von sich aus mitbringen, auch immer mehr unabhängige Besucher sich Projekte vor Ort ansehen und diese beschreiben.

In der letzten Woche habe ich gleich von zwei neuen Besuchern erfahren: von Gordon Friebe, der mit seinem Motorrad von Marokko bis nach Kapstadt unterwegs ist und in einem kleinen Dorf im Senegal Halt gemacht hat. Und von Henning und Lena Pentzlin mit ihren Kindern Pia, Paula und Pura, die in Ghana Urlaub machten und in Accra eine Schule besuchten

Beide beschrieben die Projektbesuche im Senegal und in Ghana als eine Möglichkeit, die bereisten Länder auf eine andere, wesentlich direktere und persönlichere Art kennenzulernen. Auf diese Weise haben sowohl Projektverantwortliche als auch Touristen etwas voneinander: erstere bekommen neue, finanzielle Unterstützung und weitere Mitglieder im Web of Trust. Von diesen Vor-Ort Besuchern bekommen sie im Zweifel auch mehr Verständnis für ihre oft widrigen, ressourcenarmen Lebensbedingungen, als von Spendern, die nur mit den traurigen Kinderaugen auf Werbebroschüren konfrontiert sind und oft ein sehr klischeehaftes Bild vom Leben armer Menschen haben. Die Touristen wiederum haben die Chance fremde Kulturen auf eine wesentlich direktere und intensivere Weise kennenzulernen, als beim Folkloreabend in der Hotellobby.

Übrigens geben wir bei betterplace auch gerne Tipps für Projektbesuche. Reiserouten sind meine persönliche Leidenschaft. Und ich teile auch gern die Spielregeln, die es bei solchen Besuchen zu beachten gilt.

Rezession als Chance

Jetzt ist es offiziell: Deutschland ist in einer Rezession. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal dieses Jahres um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Von allen Seiten hört man, wie sich die Finanzkrise negativ auf alle Sektoren auswirkt: nicht nur amerikanische Kulturinstitutionen fürchten um ihr Überleben, verdanken sie doch ihr Funding zu einem großen Teil einst erfolgreichen und nun bankrotten Wall Street Firmen. Brigitte Reiser in Non-Profit-Vernetzt beschreibt einige der zu erwartenden Folgen für den gemeinnützigen Sektor in Deutschland. 

Nun ist es zwar ein Allgemeinplatz, dass Krisen auch Chancen bieten, aber genau das war eine der Botschaften des Vision Summit, der Anfang November unter starker Beteiligung von betterplace in Berlin stattfand und um die 1000 Menschen an die FU zusammen führte. 

Peter Spiegel, Gründer des Genisis Instituts, vertrat die These, dass gerade Social Business einen entscheidenden Ausweg aus der gegenwärtigen Weltfinanzkrise darstellen kann. Er sprach von einem notwendigen Paradigmenwechsel von rein Gewinnmaximierung interessierten Unternehmen, hin zu Unternehmen, die sich die Lösung von gesellschaftlichen Problemen zur Aufgabe gemacht haben.

Sozialbörsen

Für betterplace war in diesem Zusammenhang die Diskussion über Sozialbörsen besonders interessant. Maritta Koch-Weser brachte uns mit Celso Grecco, dem Pionier der Sao Paolo Social Stock Exchange zusammen und mein Mann, Stephan Breidenbach (der nicht nur betterplace, sondern auch das Genisis Institut mitgegründet hat), hatte die Chance im kleinen Kreis mit Muhammed Yunus, Grecco, Peter Spiegel und Maritta Koch-Weser die Idee eines weltweiten Verbunds von Sozialbörsen zu diskutieren. Bei einem Treffen in der gleichen Woche, u. a. mit Susanna Krüger von good root wurde ein konkreter Prozess aufgesetzt, wie betterplace sich an einer solchen Sozialbörse beteiligen kann. 

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