Archiv für March, 2009

Die Macht von Social Media – Skoll World Forum, 3. Teil

Am Freitag, dem letzten Tag des Skoll World Forums, blieb mir nur noch Zeit für die Morgensession zum Thema Technology and Shifting Power in a Hyper-Connected World.

Boulders and Pebbles
Nachdem der eigentliche Moderator des Panels verschlafen hatte, übernahm Autor Charles Leadbeater die Moderation und präsentierte seine Theorie der Kluft zwischen Pebbles und Boulder Businesses. Boulders, die riesigen Felsbrocken, sind das, was Bill Drayton in einer früheren Session als Dinosaurier bezeichnet hat, während pebbles, die kleinen Kieselsteine, die am Strand liegen, die höher entwickelten Säugetiere darstellen. Momentan versuchen viele Felsbrocken die sexy Kieselsteine in ihrem Geschäfts- oder Organisationsmodell zu integrieren (und tun sich meist sehr, sehr schwer). Als Beispiel nannte Leadbeater die große UK Charity Oxfam. Aber auch Kieselsteine müßten sich manchmal zu Felsbrocken entwickeln, so wie momentan gerade Barack Obama und der Ausgang dieser Metamorphose sei genauso ungewiß wie erstere.

Leadbeater hielt ein engagiertes Plädoyer für die Bedeutung von Technik in unserer heutigen Welt. Mobiltelefone revolutionieren den Bankensektor in Kenia, ebenso wie CDI (die auf dem Skoll Forum in höchsten Tönen gefeierte NGO von Rodrigo Baggio) die brazilianische Jugend verändert.

Witness.org
Als nächstes war Yvette Alberdingk Thijm, Executive Director von Witness.org an der Reihe. Witness – See it, Film it, Change it – wurde von Peter Gabriel gegründet und gibt den Menschen, die bislang keine Stimme hatten, eine weltweite Plattform, auf der sie Menschenrechtsvergehen präsentieren können. Vor 15 Jahren fing die Organisation an, Menschenrechtsaktivisten auf der ganzen Welt Videokameras zu geben. Heute verteilen sie Flip Kameras (die ich Dank Jörgs Vorbild auch immer mit mir herumtrage), von denen es noch einfacher ist Filme sofort ins Netz hochzuladen. 

Yvette berichtete von einem der frühen Erfolge dieser Arbeit, die manchmal auch jenseits des Netzes stattfinden: im Ostkongo dokumentierte ein Filmemacher die Rekrutierung und Mißhandlung von Kindersoldaten durch die Truppen von Thomas Lubanda. Mit dem Film, einem Generator und einem weißen Tuch als Leinwand zogen sie von Dorf zu Dorf und mobilisierten die Bewohner gegen Lubanda. Dieser konnte daraufhin gefangen genommen werden und vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden.

Um ihre Organisation zu skalieren (“to scale” war eines der absoluten Zauberworte auf dem Forum), schließlich laufen mittlerweile 1 Milliarden Menschen mit Handys mit integrierten Kameras herum, gründete Witness The Hub, eine P2P Plattform, auf der schon große Erfolge erzielt werden konnten.

Erfolgsbeispiele
Als Beispiel zeigte Yvette den Fall eines Schwarzen in Oakland, der Anfang des Jahres wehrlos von einem Polizisten niedergeschossen wurde und dabei von einem Passanten aufgenommen worden war. Innerhalb von wenigen Minuten, nachdem der Film auf der Seite hochgeladen worden war, wurde die Geschichte lawinenartig verbreitet und die Polizisten umgehend verhaftet. In einem anderen Fall ging es um die Dokumentation einer unfreiwilligen und brutalen Häuserräumung durch Polizisten in Kambodscha. Da Regierungen aber natürlich auch immer mediengewandt werden und die Filme der Menschenrechtsaktivisten auch daraufhin untersuchen, wer an Aktionen teilgenommen hat (um sie dann zu schikanieren), werden in Protestaktionen die Gesichter der Teilnehmer von Witness ausgeblendet.

Die jemenitische Menschenrechtsorganisation Sisters Arab Forum, dokumentierte mit Flip Kameras die Verhaftung und langjährige Haftstrafe eines prominenten, kritischen Journalisten Alkewani. Witness veröffentlichte u.a. die Zeugenaussage seiner 6 jährigen Tochter. Die Geschichte wurde von der lokalen und internationalen Presse aufgegriffen und der Journalist letzen Sommer begnadigt.

Ja, aber /und …

Letzter Vortragender war Evgeny Morozov, Fellow am Open Society Institute, mit einem höchst interessanten und differenzierten Beitrag zu den oft techno-euphorischen Annahmen, wie das Internet unsere Welt verändern wird. 

Annahme Nr.1: Daten organisieren sich selbst

Annahme Nr. 2: Technologie wird die öffentliche Sphäre demokratisieren

Annahme Nr. 3: Die Zivilgesellschaft wird zum Erblühen kommen

Grundtenor: Ja, aber/ und…

Daten können sich selbst organisieren, Bsp. Curehunter, sind aber nützlicher, wenn sie (teuer) von Experten nochmal aufbereitet werden, Bsp. Hakia Medical.

Selbstgenerierende Datensysteme wie Google Flu trendsWikicrimes oder Ushahidi (crowed sourced Konfliktinformation, zuerst in Kenia, jetzt aber auch u.a. in Gaza eingesetzt), können manipuliert werden und sollten durch andere Quellen verifiziert werden (Wikipedia zeigt hier einen Weg, in dem man sehen kann, wieviel Information eines konkreten Autors in der Vergangenheit von anderen verändert oder gelöscht wurde).

Es gibt mittlerweile genügend Möglichkeiten die vermeindliche Neutralität des Netzes zu manipulieren. So bezahlen Firmen, aber auch Nichtregierungsorganisationen, wie die Coalition for Darfur, Webdienste wie Usocial, die dafür sorgen, dass ihre Links bei google Suchen an prominenter Stelle erscheinen.

Die Blogsphäre ist längst nicht so egalitär wie man meint. In The Myth of Digital Democracy (2009) beschreibt Matthey Hindman dass die Top-Blogger wesentlich besser ausgebildet sind als die CEOs der großen US Unternehmen. Haben nur 20% aller Zeitungskolumnisten einen Doktortitel, so sind es bei den einflußreichen Bloggern über die Hälfte!

Und natürlich werden die Feinde der Freiheit, totalitäre Regierungen, xenophobe Gruppierungen etc. auch immer mediengewandter und wenden die gleichen Techniken, die für eine Ausweitung der Zivilgesellschaft und bessere Information genutzt werden können, für das genaue Gegenteil an. Extremnationalistische Gruppen in Russland generieren Karten im Netz, auf denen die ethnische Zusammensetzung bestimmter Stadtteile dargestellt ist, Anti-Impfungs Videos auf YouTube verbreiten medizinische Falschinformationen, Dienstleistungen wie complaintremover.com beseitigen unliebsame Kommentare im Netz und die thailändische Regierung benutzt crowdsourcing um auf unbequeme Websites aufmerksam gemacht zu werden und diese zu bannen.

Fazit: Technologie an sich ist primär neutral und kann für fortschrittliche Zwecke ebenso eingesetzt werden wie für repressive. Aber da ich der festen Überzeugung bin, dass die meisten Menschen gut sind, wird erstere Nutzung hoffentlich dominieren. 

Heldenratten und Heldenfilme – Skoll World Forum 2009, Teil 2.

Die erste Session, die ich am Donnerstag besuchte, handelte von Leadership Challenges: Balancing Creativity and Control, der Herausforderung eine gute Idee, die von einer kleinen Organisation getragen wird zu skalieren und daraus eine wirklich große, nachhaltige Bewegung zu machen.

Mein Hauptaugenmerk ging auf William Drayton, Gründer von Ashoka und damit eigentlich auch der Gründer der Social Entrepreneurship Bewegung und Gillian Caldwell, Serial Social Entrepreneur und u.a. CEO von Witness.org, der von Peter Gabriel gegründeten Website, auf der Menschenrechtsvergehen von Usern im Internet öffentlich machen können. Seit neuestem macht Gillian 1Sky, eine Internetplattform auf der sich US Bürger miteinander vernetzen, um politischen Druck für Klimaschutz zu erzeugen. 
“Jeder, der nicht zu Emphatie fähig ist, hat verloren”
Bill Drayton zufolge befinden wir uns mitten in einer der bedeutendsten evolutionären Veränderungsphasen. Wir entwickeln uns von einer Welt, in der eine kleine Elite Entscheidungen trifft, hin zu einer, in der jeder ein Veränderungsagent ist – “Everybody is a changemaker”. Die Welt der Dinosaurier (Detroit) wird abgelöst durch die Welt der Säugetiere (Silicon Valley). Wir leben in einer Welt von Teams in Teams in Team. Und für diese Welt sind neue Fähigkeiten notwendig, vor allem eine: Empathie. Jeder, der nicht emphatisch ist, hat verloren. Und Empathie kann man nicht vortäuschen, entweder man hat sie, oder nicht. 
Was sind die Risiken, die uns konfrontieren? Als wichtigstes Risiko sieht Drayton die Idee, das Althergebrachte sei sicher. Das Gegenteil ist der Fall: “Stasis is were the risk is”. Und: hör nicht auf die Dinosaurier. Natürlich werden sie Dir sagen, dass ihr Weg der richtige und erprobte ist. Aber wenn Du Dich auf ihre Seite stellst, hast Du verloren. Das einzige was schlimmer ist als auf Dinosaurier im Geschäftlichen zu hören, ist es einen zu heiraten. 
Als nächstes ging ich zu einem Panel über Rechenschaft und wie sie im 3. Sektor verbessert werden kann. David Bonbright, Gründer und CEO von Keystone Accountability und Alex Jacobs, Director of Research, ebenfalls bei Keystone beschrieben, wie das bisherige Rechenschaftsmodell nur unzureichend funktioniert. Es gibt, so David Bonbright, nicht zu wenig Rechenschaftsmechanismen, sondern zu viel falsche.

Bislang geben Hilfsorganisationen alle möglichen Arten von Feedback an die Organisationen und Institutionen, die sie finanzieren (Spender, Venture Philanthropy Funds, Regierungen). Letztere hören jedoch nie von denjenigen, denen die Interventionen wirklich zu gute kommen sollen – den Empfängern, Nutznießern, Kunden oder „primary constituents“, wie Keystone sie vorzugsweise nennt.  

Was halten eigentlich die Nutznießer unserer Arbeit von uns?
Um diese Lücke zu schließen, entwickelt Keystone Methoden, mit denen Geldgeber und Organisationen herausfinden können, was die Empfänger der Hilfsleistungen und Interventionen von ihrer Arbeit wirklich halten. Die zentrale Frage ist: „What do the primary constituents have to say about what you say you have achieved?“

 Auf betterplace.org bemühen wir uns genau diese Art von Feedback einzuholen. Im Web of Trust können möglichst viele Menschen, die mit einem Projekt in Verbindung stehen, zu diesem Stellung zu nehmen. Da sind zum einen die Projektverantwortlichen selbst, die ihr Projekt beschreiben und kontinuierlich über den Projektstand berichten. Zusätzliche berichten Spender, Vor-Ort-Besucher, Fürsprecher, ebenso wie die maßgeblichen Empfänger der Intervention von dem Sinn (oder Unsinn) des Projekts. Wir sind davon überzeugt, dass diese Art von kontinuierlicher Rechenschaft und Rückmeldung eine wesentlich reichhaltigere, realistischere und auch (für den Unterstützer) zugänglichere und unterhaltsame Form ist, als die sonst üblichen Jahresberichte (die ja von größeren Organisationen sowieso zusätzlich verschickt werden).

 Zudem sind wir auch an stärker strukturiertem Feedback interessiert. Wir überlegen momentan – gemeinsam mit Susanna Krüger von good root und Keystone – wie wir Projektverantwortlichen dabei helfen können, optimal Feedback von ihren Nutznießern einzuholen um herauszufinden, wie zufrieden diese mit der Arbeit der Organisation sind. Nur durch solche kontinuierlichen Rückmeldungsschlaufen können Organisationen ihre Arbeit verbessern. Spender wiederum, die auf der Plattform sehen, dass Organisationen nah an der Basis arbeiten und sich ständig mit den Nutznießern auseinandersetzen, werden zweifelsohne lieber solchen Geld geben, als anderen, die weniger relevante Rechenschaftsformen praktizieren. 

Wer braucht hier eigentlich Geld?
Die Session Financial Power to the people war eine Session, die Line und mich besonders interessierte, da auf dem Panel Mitstreiter Premal Shah von Kiva.org, Mari Kuraishi von Global Giving und Mads Kjaer von MYC4 saßen. Hatte ich von der Session erwartet, dass sie sich mit wandelnden Machtverhältnissen zwischen etablierten Funding-Institutionen wie Regierungen und großen Hilfsorganisationen auf der einen Seite und neuen Empfängern durch Webportale wie unsere beschäftigt, so ging es doch hauptsächlich darum, wie sich die Web 2.0 Plattformen selbst finanzieren können. Der Kampf um Finanzierung zum Unterhalt von Global Giving ist laut Kuraishi der schwierigste, den Global Giving austragen muss. Mads Kjaer warf den Vorschlag in die Runde, einen Fond für kooperativ agierende Web 2.0. Plattformen aufzulegen, mit denen diese Projekte finanzieren könnten.

Nachdem dieser Vorschlag im Saal nicht spontan aufgegriffen wurde, wandte man sich der Frage zu, wie die Basis für philanthropische Marktplätze erweitert werden könnte. Der Weg den betterplace eingeschlagen hat – sich nämlich radikal allen sozialen Initiativen zu öffnen (egal ob sie in Deutschland gemeinnützig sind oder nicht) und social communities in der DNA unserer Plattform zu integrieren (beides Mechanismen, die die Hürden für Aktivität extrem verringern), fanden die Gründer von Global Giving und kiva offensichtlich spannend, aber fast ein wenig zu mutig. Jedenfalls fragte kiva.org Gründer Matt Flannery beim abendlichen Empfang mehrmals nach, ob wir denn wirklich eine ganz offene Plattform seien und wie wir die Projekte kontrollieren würden (Antwort: mit den verschiedenen Akteuren im Web of Trust).

Interessant fand ich einige Neuerungen bei kiva.org, insbesondere ihre Strategie sich kostengünstig weiterzuentwickeln, indem sie ihre APIs offen legen und die Webcommunity auffordern für Kiva kostenlose Applications zu bauen. Dies ist ein Schritt, der bald auch für betterplace.org relevant ist. Des weiteren gefiel mir die Idee eines monatlichen Conference calls zu konkreten Themen, die kiva gerade beschäftigen, und während dessen sie sich mit ihren höchst unterschiedlichen Stakeholdern austauschen.

Heldenratten und Heldenfilme
Am Abend fand dann die feierliche Vergabe der Skoll Awards statt. Hierzu nur 2 Anmerkungen: Zum einen fand ich es toll, dass der unheimlich sympathische Bart Weetjens, Gründer von Apopo (Hero Rats zum Aufspüren von Landminen) ausgezeichnet wurde. Seine Arbeit mit Ratten zum Aufspüren von Landminen und zur Identifikation von TB und anderen Krankheiten ist einfach zu cool und ich möchte ihn unbedingt dafür gewinnen, sein Projekt auf betterplace.org einzustellen,

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damit wir alle eine Ratte adoptieren können.

Meine andere Überlegung ist etwas kritischer: Die Skoll Stiftung erstellt regelmäßig kurze Dokumentarfilme – Uncommon Heros – über ihre Preisträger. Ohne Zweifel werden hier wirklich herausragende Menschen dargestellt, die in meist langjähriger Arbeit großartiges bewegt haben. Dennoch frage ich mich, ob das Dokumentarfilm-Format, welches die Arbeit der Organisationen wie eine glatte Reise aus der Misere zum strahlenden Erfolg zeigt, dem Anliegen gerecht wird. Mir sind die Filme viel zu glattgebürstet, ohne auch nur eine der bestimmt Hunderten von Komplikationen, Rückschritte und Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg zu erwähnen. Es ist toll, Menschen zu feiern, aber muß dies in einem Werbefilmformat geschehen, der die ganze Unordnung des realen Lebens ausblendet? 

3. und letzter Teil folgt.

“Die Exstase der Wahrheit” – Skoll World Forum 2009

Gemeinsam mit Line, die seit den Anfängen von betterplace.org dabei ist und von Mallorca aus arbeitet, bin ich die letzten 3 Tage im Inspirationsstrudel des Skoll World Forums untergetaucht. Das SWF gilt als das Davos für Sozialunternehmer und während der letzten Tage wanderten 800 Delegierte mit ihren großen Skoll Forum Badges um den Hals in der Oxforder Innenstadt, zwischen dem modernen Gebäude der Said Business School, dem grandiosen Sheldonian Theatre (einem Christopher Wren Bau aus dem 17. Jh.) und einzelnen University Colleges hin und her.

 Andere werden besser Buch geführt haben als ich – und alle Sessions sind aufgenommen worden – deshalb werde ich im Folgenden einfach ein paar der Highlights, die es in mein kleines Notizbuch geschafft haben, wiedergeben.

Skolls Sparschwein

Zur Begrüßungssession im Sheldonian stellte Initiator und Namensgeber Jeff Skoll (ebays erster Mitarbeiter und Präsident) ein Sparschwein aufs Rednerpult: In der Finanzkrise würde das Sparschein wichtige Lehren repräsentieren:

  1. es ist einfacher Geld hineinzutun als herauszubekommen: Sparschweine zwingen uns zum Gratifikationsaufschub.
  2. Es ist nicht hübsch, aber praktisch.

Skoll beschrieb die Chancenkluft und die Hoffnungskluft als die großen Herausforderungen unserer Zeit, die Sozialunternehmertum überwinden kann. Damit beschrieb er etwas, was schon Arjun Appadurai vor einigen Jahren als die „capacity to aspire“ bezeichnet hat: die essentiell wichtige Fähigkeit von Menschen sich alternative Lebensformen vorzustellen. Eine Fähigkeit, die Armen oft fehlt und die ihr größtes Handicap darstellt der Armut zu entkommen.

Roger Martin über falsche Gegensätze

Next was Roger Martin, Dekan der Rotman School of Management an der University of Toronto. Seine eloquente Botschaft: wir müssen falsche Gegensätze aufheben. Die bestehenden Modelle, mit denen wir die Welt verstehen, sind bestenfalls Annäherungen. Sie sind nicht die Realität. Baue bessere Modelle und lass Dich nicht auf falsche Dichotomien /Alternativen ein. Dabei bezog sich Martin auf Obamas erste Rede als Präsident: „We reject as false the choice between security and our ideals“.

 Stattdessen sollten wir die macht des Paradoxen und der Widersprüchlichkeit entdecken und leben. Ja!

Brecher über ekstatische Wahrheit

Der inspirative Star des Abends, der bestimmt nicht nur bei mir Tränen erzeugte, war jedoch Kenneth Brecher, Anthropologe und Direktor des Sundance Institutes, die mich mit seinen weißen Haaren und der giftgrünen Brille an das Idol meiner Kindheit, David Bowie, erinnerte.

Wie, um Himmels willen, wird man nur Sozialunternehmer? fragte sich Brecher und zog den Vergleich zu Shackleton’s 1914 Arktik Expedition. Der veröffentlichte folgendes Inserat um eine Crew für die Endevour anzuheuern:

Men wanted for hazardous journey. Small wages. Bitter cold. Long months of complete darkness. Constant danger. Safe return doubtful. Honour and recognition in case of success.

So gehe es auch Sozialunternehmern. Was aber treibt sie an, diese Qualen auf sich zu nehmen?

Auf der Suche nach einer Antwort erzählte Brecher die bewegende Geschichte von Anna Aitmatova, die während der frühen Sowjetzeit und unter Stalin unsäglichen Leiden ausgesetzt war und dennoch zu einer der berühmtesten russischen Dichterinnen wurde, da sie beseelt war von dem, was Werner Herzog später mal die Ekstase der Wahrheit“genannt hat (und hinzufügte: “Fakten sind für Buchhalter“).

In demselben Sheldonian Theatre, in dem wir saßen, wurde Aitmatova 1965 die Ehrendoktorwürde verliehen und da sie zu schwach war um die Stufen hinaufzusteigen um ihre Urkunde von den Professoren auf der Empore zu empfangen, wandelten die Oxforder das Ritual zum ersten mal ab und stiegen zu ihr herunter. 

Zum Abendessen wurden wir auf 4 Colleges verteilt. Ich war in Keble College und konnte nicht umhin meine Kinder anzurufen und ihnen zu erzählen, dass ich mitten in Hogwards mit 200 anderen Delegierten zu Abend aß:

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Später am Abend holte mich dann eine andere Realität ein, denn mein Zimmer in Exeter College, von außen ebenfalls ein grandioser Bau, katapultierte mich dann doch eher in die Tristesse der Neuen Sachlichkeit.

Teil 2 folgt.

 

Bestellen wir Wasser oder Viva con Agua?

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„Bestellen wir Mineralwasser oder Viva con Agua?“ Diese Frage stellen sich seit Oktober 2008 die Gäste einer Vinothek im Hamburger Schanzenviertel. 2,50€ kostet eine Karaffe Hamburger Leitungswasser und die gehen an Trinkwasserprojekte die Viva con Agua weltweit durchführt.

Das Bewusstsein für Wasser – „das blaue Gold“ – ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. In den USA haben medienwirksame Kampagnen, wie das im Verbund mit UNICEF jährlich zum 22. März, dem Weltwassertag, durchgeführte Tap Project aber auch die Aktionen einer Reihe von berühmten Köchen, dazu beigetragen. So stieg Alice Waters, Gründerin des ökologisch bewussten Gourmetrestaurants Chez Panisse in Berkeley, von jährlich 25.000 verkauften Flaschen Mineralwasser auf kostenloses, gefiltertes Leitungswasser um.

Im preisgekrönten Dokumentarfilm Flow, For Love of Water wird ebenfalls die Privatisierung von Wasser durch ein dominantes Wasserkartell (bestehend aus Firmen wie Nestlé und Coca-Cola) angeklagt und auf die disaströsen umweltpolitischen und humanitären Folgen hingewiesen. Der Trailer zu dem Film findet sich hier.

Was können wir ganz konkret machen?

Nun, zum einen ist Aufklärung nach wie vor wesentlich. Ich war geschockt, als mir gestern im Büro Jacob, unser derzeitiger Praktikant, erzählte, dass jeder Deutsche im Durchschnitt 4.130 Liter verbraucht. Am Tag!!! 

Diese unglaublich hohe Menge setzt sich aus 130 Litern für den individuellen direkten Wasserverbrauch – dem Zähneputzen, kochen, duschen – und weiteren 4.000 Litern für den indirekten Wasserverbrauch zusammen. Letzterer beinhaltet das Frischwasser, das zur Herstellung von Produkten und Lebensmitteln verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird, welche jeder von uns benutzt.

In einem DinA4-Papierblatt stecken 10 Liter Wasser, in einem Hamburger 2.400 Liter und in der für ein T-Shirt erforderlichen Baumwollproduktion etwa 4.000 Liter Wasser. Intel und Texas Instruments zapften 2007 zusammen 42 Milliarden Liter Wasser im Asien-Pazifik Raum für die Produktion von Halbleitern ab.

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber meine Reaktion auf diese gigantischen Zahlen war, dass ich heute morgen fast geneigt war, den Wasserhahn beim Zähneputzen wieder einfach laufen zu lassen. Denn eine Optimierung der 130 Liter Individualverbrauch erscheint wie ein Topfen auf dem heißen Stein. Hab ich aber dann doch nicht.

Brunnen und Latrinen sind eine gute Idee

Am anderen Ende des Wasserverbrauchs-spektrums sind Bevölkerungen wie die des ländlichen Äthiopiens, die fast kein Wasser verbrauchen, da es schlichtweg keines gibt. Hier können wir dabei helfen, dass mehr Menschen Zugang zu adäquatem Trinkwasser haben. Die eingangs erwähnte international tätige Trinkwasserinitiative Viva von Agua, initiiert von Benjamin Adrion, einem ehemaligem Mittelfeldspieler des FC St. Pauli und vom Verein offiziell unterstützt, unterhält zum Beispiel das Projekt Sauberes Wasser für die Endode Schule in Äthiopien welches vorsieht, dass 1000 Schüler, Lehrer und Angestellten einer Grundschule in Endode, Äthiopien, zwei Brunnen bekommen. Die Schule befindet sich in einem Dürregebiet  und ihre derzeitig einzige Wasserversorgungsstelle ist ein von Hand gegrabener Brunnen.

Zugleich soll die sanitäre Versorgung verbessert werden, denn eine einzelne trockene Latrine ist völlig unzureichend und führt dazu, dass insbesondere Schülerinnen der Schule fernbleiben, aus Scham sich auf den umliegenden Feldern zu erleichtern.

 Wie wichtig diese Verbesserungen sind, kann ich aus Kenntnis der Situation in Äthiopien nur bestätigen. Meine Kinder und ich haben dort eine Reihe von Schulen besucht, deren armselige Ausstattung – das Fehlen von jeglichem Wasser oder sanitären Anlagen – uns zutiefst schockiert hat.

Toll fand ich auch, dass ein Mitglied auf betterplace.org ein Team zur Unterstützung des Wasserprojekts in Äthiopien gegründet hat. Am  26.4. läuft Timo den Heidelberger Halbmarathon und schon mit 1 € kann man ihn und Viva con Agua sponsorn. Wir wünschen Deiner Aktion viel Erfolg!

Wie funktioniert Online Fundraising?

Die New York Times von heute hat einen interessanten Artikel über Online-Spenden: Study shows first-time online donors often do not return

Eigentlich sollte das Internet für non-profits extrem interessant und wichtig sein. Nicht nur, weil immer mehr Menschen immer länger online sind, sondern auch weil die demographischen Faktoren der Durchschnittsnutzer (gute ausgebildet, besser verdienend) es mit sich bringen, dass Online-Einzelspenden höher sind als Offline-Spenden. Auch im Katastrophenfall, z.B. bei Hurrikan Katrina, hat sich das Internet bewährt.

“How you get people to routinely give online is a nut no one has yet cracked” Wirklich?

Dennoch sehen die für die Studie befragten Hilfsorganisationen Online-Fundraising eher kritisch. Denn, so die bisherige Erfahrung: die meisten Menschen, die online spenden, tun dies nur einmal.

How you get people to routinely give online is a nut no one has yet cracked.

sagt der Direktor für Online Communications von CARE.  

Ein wesentlicher Grund dafür scheint zu sein, dass Organisationen online geworbene Spender am liebsten gleich wieder ins offline holen und sie in ihre Direct Mail Verteiler aufnehmen.

Direct mail may not be a Maserati, but it’s very effective because it is very highly evolved,” said Lori Held, membership marketing director at Trout Unlimited. “We know how to ask for money using the mail, but most organizations are still trying to figure out how to do that online.

Kontrollverlust vs. Lebendigkeit und Relevanz

Da ist bestimmt was dran: die meisten non-profit Organisationen wissen nicht, wie sie das Netz wirklich effektiv für sich nutzen können. Ich denke, dabei können wir ihnen bei betterplace.org durchaus auf die Sprünge helfen. Denn auf der Plattform sind Mehrfachspender durchaus die Norm. Dafür sorgen Feedback-Schlaufen, die dazu führen, dass Spender über die Entwicklungen ihres bespendeten Projekts (wenn sie wollen) kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten werden und so am Projektfortschritt konkret teilhaben können. Geben Erleben, wie Moritz sagt. 

Durch die Community-Features und den offenen Marktplatz entsteht zudem eine Lebendigkeit, die von Organisationen, die ihre Websites als Silo konzipieren, nie geleistet werden kann. Klar haben manche Hilfsorganisationen Angst davor sich auf einem Marktplatz mit vielen anderen Projekten zu präsentieren – einen Klick entfernt mag ein anderes Projekt sein, welches sich besser darstellt (oder besser ist?). Dieser Kontrollverlust, der dadurch verstärkt wird, dass betterplace.org keine Spenderdaten weitergibt, wird jedoch unserer Erfahrung (bzw. Vision) nach dadurch mehr als entschädigt, dass:

1.  im Netz neue Spender gewonnen werden können. Insbesondere junge Menschen, die sehen, dass soziales Engagement einfach ist und Spaß macht, wenn man sieht, wohin das Geld geht und was damit gemacht wird.

2. matching zwischen Spendern (und ihren speziellen Interessen) und dazu passenden sozialen Initiativen viel einfacher ist. Organisationen werden also maßgeschneideter die Spender bekommen, die zu ihnen passen und die ihnen auch treu bleiben werden.

3. Transparenz und Feedback sich zu neuen Standards entwickeln werden und effiziente und effektive Organisationen, die diesen Standards gerecht werden, ein wesentlich größeres Stück vom Spendenkuchen bekommen. Das kann ein zusätzlicher Anreiz sein, besonders gute Arbeit zu leisten, denn im Zweifel schauen einem viel mehr Menschen über die Schulter. Und gute und immer bessere Arbeit wollen wir doch alle leisten, oder?

Und zuletzt noch ein Tipp für Tobias Smith, dem Online Communications Chef von CARE: Tauschen Sie sich doch mal mit Astrid Marxen von CARE Deutschland aus: die versteht nämlich durchaus, wie man das Internet benutzt, sei es um medizinische Hilfsgüter nach Gaza zu bekommen, Mikrokredite in Peru zu verteilen oder Überlebenspakete nach Birma zu schicken. Und das sind erst die Anfänge. Ich jedenfalls freue mich über jede Organisation, groß oder klein, die gemeinsam mit dem betterplace.org Team versucht herauszufinden, wie das Netz für soziale Belange optimal genutzt werden kann.

Skateistan auf N24

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Am Freitag, 20.3. um 12:30 zeigt N24 eine Reportage über Skateistan:

Oliver Percovich hat sich in den Kopf gesetzt, Kabuls Kindern eine Welt abseits von Krieg und Armut zu zeigen – mit dem Skateboard! N24-Reporter Steffen Schwarzkopf begleitet das ehrgeizige Projekt.

Das tolle Projekt von tollen Machern kann man hier direkt unterstützen.

Weltfrauentag: Boxgirls International

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Am Freitag kam Heather Cameron, Gründerin von Boxgirls International bei betterplace.org vorbei. Wieder mal so eine Begegnung, die unsere Herzen höher schlagen läßt. 

Boxgirls International ist sowohl in Berlin, als auch Nairobi aktiv (dort unterstützt Barack Obamas Schwester Auma das Projekt) und verhilft jungen Frauen über den Boxsport zu einem gestärkten Selbstbewußtsein und Teamgeist. Heather selbst ist aus Kanada und hat eine Juniorprofessur für Integrationspädagogik und Sport an der FU Berlin. In ihren eigenen Worten:

I love playing with new ideas and finding ways to create exciting projects which get people active in their communities. Currently I am working on two exciting projects: Boxgirls International: a running and boxing project for girls in major urban centres around the world and Social Startup, a non profit organisation dedicated to building the capacity of social entrepreneurs based in Berlin. I studied philosophy and political theory and think of our sports projects as experiments in participatory democracy, civic education and leadership development. I try to carry this enthusiasm to my students at the Freie Universitatet in Berlin.  

Nach einer Stunde Austausch über Boxen, Spenden und Netzwerke war der Funke auf Yvonne, Josefina und mich längst übergesprungen. Nun wollen wir 1. in unserem Büroloft einen Boxsack aufhängen, 2. den nächsten Teamausflug im Boxring am Marheineckeplatz  verbringen und 3. Boxgirls International ganz viel Unterstützung zukommen lassen.

Macht mit!

BASF-Grameen: Das erste deutsche Sozialunternehmen Joint-Venture

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Die Zeiten ändern sich – zum Guten! Im Sommer letzten Jahres war ich völlig begeistert von Mohammed Yunus Vision eines Sozial Unternehmens, für das er mit Grameen-Danone einen Prototypen erschaffen hatte. Und jetzt lese ich vom ersten deutschen Unternehmen, welches sich auf dieses Experiment einläßt: BASF gründet gemeinsam mit der Grameenbank ein Sozial Unternehmen, welches Nahrungsmittelzusätze und Moskitonetze produzieren und vertreiben wird. 

BASF-Chef Jürgen Hambrecht und Yunus unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag am 3. März. Das von Yunus propagierte Modell des “social business” klingt einfach und revolutionär zugleich. Es lässt sich auf die Formel bringen: Tue Gutes, erwirtschafte dabei die anfallenden Kosten und reinvestiere die Erträge in den Ausbau des Projekts.

BASF stellt dem neuen Joint Venture dabei 100 000 mit Insektiziden beschichtete Moskitonetze, eine Million Portionsbeutel mit Vitaminen sowie 200 000 Euro Startkapital zur Verfügung. Sowohl Malaria als auch die Unterernährung von Kindern sind in Bangladesch weit verbreitet. Die Netze und Nahrungszusätze werden aber anders als in der klassischen Entwicklungspolitik nicht verschenkt, sondern verkauft.

Die Grameen Bank bietet dazu begleitend Mikrokredite und ein Leasing der Netze für Bangladeschi an, denen die Ausgaben für ihre Familien zu hoch sind. Das Unternehmen soll kostendeckend arbeiten und das Anfangskapital an die Partner zurückzahlen. Darüber hinaus gehende Erträge sollen komplett in den Ausbau des Geschäfts investiert werden.
Der Einsatz klingt zwar minimal. “Aber wir wollen damit eine Lawine an Investitionen auslösen”, sagte Hambrecht dem Handelsblatt. So peilt das Unternehmen ab 2013 den Absatz von jährlich mehr als 

200 000 Moskitonetzen und mehr als 15 Million Vitaminpäckchen an. Zudem soll das Projekt nur ein erster Schritt der Zusammenarbeit sein. “Sind wir erfolgreich, überlegen wir gemeinsam auch in anderen Ländern und mit weiteren Produkten aufzutreten, zunächst in Asien und dann möglicherweise Afrika”, kündigten Hambrecht und Yunus an.

Ich bin sicher, in den nächsten Monaten werden eine ganze Reihe von anderen Unternehmen auf diesen Zug aufspringen. Und das ist gut so!

Unser Team(-foto)

Lange hat’s gedauert, endlich haben wir es hingekriegt: Beinahe alle Teammitglieder auf einem einzigen Foto zu vereinen – von der “Teilzeitkraft” über die ehrenamtlichen Mitarbeiter bis hin zum Geschäftsführer. Hier ist es:

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Mancher war zwar an dem Tag etwas krank (Till=weiß), manche ein bisschen müde und andere haben beim Auslösen etwas doof geguckt. Aber alles in allem sind wir zufrieden. (Vielen Dank auch an die Fotografin Tina!)

Hier die Namen der Abgelichteten von links hinten nach links vorne (quasi im Uhrzeigersinn): Angela Ullrich, Michael Tuchen, Stephan Breidenbach, Hans-Jürgen Cramer (sowohl für Stephan als auch für Hans-Jürgen gilt: Das leichte Grau in der Haarfarbe kommt nur durch das gleißende Licht aus dem Dachfenster), Stephan Schwahlen, Matthias Pries, Jörg Rheinboldt, Axel Kuzmik, Sean Buttinger (muss uns noch mal in Ruhe erklären, was da auf seinem T-Shirt drauf ist), Josefina Petrus, Till Behnke, Yvonne Andreas, Anja Kalb, Joana Breidenbach, Moritz Eckert, Renée Fetscher, Christian Illner. Leider fehlen auf dem Bild: Guya Merkle, Line Hadsbjerg und Bodo Sieber.

Prominente Hilfestellung?

„Die Ausbeutung des Hungerkontinents“. Ein lesenswerter Artikel, gefunden in der FAS vom 1.März 2009 und nachzulesen hier!

Prominente besuchen mit Vorliebe den afrikanischen Kontinent, um auf die vor Ort herrschenden gravierenden sozialen Missstände und Probleme aufmerksam zu machen? Folgt man dem Artikel, wollen die Prominenten bei diesen Besuchen primär auf Ihre eigene Person aufmerksam machen, und haben in kleinen Waisenkinder ein passendes Marketinginstrument gefunden, mittels welchem sich das eigene Image aufpolieren lässt.
Diese Aussage polarisiert, keine Frage. Aber auch mir bleibt der Eindruck nicht verwehrt, dass leider mehr Wahrheit dahinter steckt, als einer erfolgreichen Bekämpfung der vorhanden sozialen Missstände und Probleme hilfreich wäre.

Umso schöner, dass Besucher von Projekten auf betterplace.org tatsächlich das Hilfsprojekt selbst und die Menschen, die dahinter stehen in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken und mit ihren Erfahrungsberichten den Spender noch mehr Einblick bieten sowie einen sehr persönlichen Zugang verschaffen.

So werden dem Spender wichtige Informationen transparent und zeitgemäß vermittelt, statt unerwünschte Einblicke in prominente Privatleben zu bieten.
Und natürlich freuen wir uns immer darüber, wenn sich Prominente finden, die die Aussage des Artikels gemeinsam mit uns widerlegen möchten, und sich für Hilfsprojekte sowie die Menschen hinter den Hilfsprojekten auf betterplace.org stark machen!

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