Archiv für November, 2010

Kochrunde 2. Teil, diesmal mit Tiger und Tatiana

Heute stand Gemüsecurry mit lockerem Basmatireis, Möhrensalat, Zitronenrelish, Papadams, Chapatis und Tiger Bier auf unserer “Jamie Oliver 30 Minuten-Menüs” Speisekarte. Bei der Vorstellung die vielen Zutaten (aus dem Bioladen und dem Asia Shop, Warenwert ca. 28€ für 4 Personen) heute morgen im Rohzustand in unsere Büroküche zu bringen und dort mit sub-optimalen Gerätschaften zu schnipseln, schälen und schneiden, fing ich schon zuhause mit den ersten Arbeitsschritten an. Innerhalb von 30 Minuten hatte ich die Grundzutaten vorbereitet, den Relish gekocht und meine 7 Sachen zusammengepackt.

Im Büro ging es dann nach den ersten Meetings weiter: hier mußten die Zutaten dann nur noch auf dem Herd und im Ofen zusammengeworfen werden. Leider stellte ich erst jetzt fest, dass die Papadams entweder in viel Öl frittiert werden sollten, bzw. einer Mikrowelle bedurften. Diese besitze ich (vom Büro ganz zu schweigen) ebenso wenig wie die Küchenmaschine, in der die Zutaten für den (sehr leckeren) Karottensalat verarbeitet werden sollten. Aber auch mit Zuhilfenahme elektronischer Helfer ist es mir nur schwer vorstellbar, wie das ganze Gericht innerhalb von 30 Minuten gekocht werden könnte – bei mir waren es ganze 60.

Teller

Dennoch – damit hört das Gemeckere auch schon auf: geschmeckt hat es und die von meinen Kollegen gerade einlaufenden Bewertungen (Skala 1 bis 10/10 Höchstwertung) sind entsprechend.

benötigte Zeit (wie schnell gings zu kochen?): 4

Aufwand der Zubereitung (wars kompliziert zu kochen?): 4

Geschmack (schmeckts lecker?): 8

Ansehnlichkeit des Essens (siehts lecker aus?): 7.5

Innovationsgrad des Gerichts (wars außergewöhnlich?): 6,25

Und lustig war’s auch, jedenfalls waren wir schon sehr schnell bei Dr. Tatianas Sex Advice und Seeteufeln (wie gut das Dennis Biologie studiert hat). Ob dieser Gesprächswendung nun mit aphrodisierenden Substanzen im Curry oder doch eher mit den – von Jamie Oliver explizit für dieses Menu vorgesehenen – Tiger Bieren zu tun hatte, konnte nicht abschließend geklärt werden. Wie sagt man in der Welt der Wissenschaft? More research is needed … Und deshalb schwingt nächsten Montag Dennis an dieser Stelle den Kochlöffel!

Tiger

Crowdfunding: ein Vortrag bei den Leipziger KulturPaten

Gestern waren wir von den Leipziger KulturPaten zu deren Jahrestreffen eingeladen, um dort betterplace.org vorzustellen und allgemein die Möglichkeiten des Crwodfundings, speziell für kulturelle Einrichtungen, zu erläutern. Der Vortrug trug den Titel “Die Masse machts: wie Kulturprojekte im Internet Sponsoren und Spender finden können” und die Präsentation kann hier angesehen werden:

Mittagszeit im betterplace.org-Büro

Bei uns im betterplace.org-Büro beginnt fast jeden Tag zwischen 12.30 und 13.30 das große Gescharre mit den Füssen: der kleine oder große Hunger kommt und es wird überlegt welches naheliegende Restaurant denn heute besucht werden soll. In letzter Zeit wurde die Auswahl immer kleiner und die Unzufriedenheit mit den einzelnen Lokalitäten wuchs. So entstand die Idee unsere Büro-Küche doch auch mal fürs mittägliche Kochen zu nutzen. Und fast zeitgleich bekamen wir von lovelybooks.de das neue Jamie Oliver Kochbuch “30 Minuten Menüs” zur Verfügung gestellt. Beste Voraussetzungen also für das Büro: statt immer nur Spaghetti mit Tomatensauce kochen wir in gerade mal 30 Minuten leckere und gesunde Menüs und müssen nicht mehr über die Restaurant-Wahl streiten. Doch funktioniert das tatsächlich?

FotoGenau das versuchen wir in den nächsten 4 Wochen mal herauszufinden und werden an dieser Stelle davon berichten. Den Anfang machten die Schweinekoteletts mit Knusperkruste, dazu Quetschkartoffeln und Wirsing mit Minze. Als Nachspeise heiße Pfirsiche mit Vanillesauce. Die Zutaten dafür haben wir im örtlichen Bioladen (glücklicherweise ist gleich einer um die Ecke vom Büro) eingekauft. Ausgegeben haben wir knapp 20 Euro, also rund 5 Euro pro Person. Dafür hätten wir hier ums Eck sicherlich kein 2-Gänge-Menü bekommen, vor allem nicht in dieser Frische und mit diesen Zutaten. Beim Kochen selbst sind wir nicht 100% strikt nach Buch vorgegangen, die Kartoffeln haben wir einfach gekocht statt in der Mikrowelle zubereitet und statt der Minzsauce für den Wirsingkohl haben wir Zitronensauce genutzt und die mit frischer Minze versehen. Ansonsten haben wir uns aber relativ treu an die Vorgaben gehalten und sind mit der Anleitung aus dem Buch auch sehr gut klar gekommen: gut beschrieben, nicht zu Detailgenau, ausreichend bebildert. Wer eine Pfanne halten kann und schon mal mehr als Nudeln gekocht hat, bekommt das hin.

148829_469211209352_563119352_5491117_420551_nDoch wie sieht es mit dem Zeitfaktor aus? Schliesslich wollen wir ja möglichst schnell wieder für betterplace.org zur Verfügung stehen und die Mittagspause nicht aufs unendliche ausdehnen. Wir haben zwar die 30 Minuten nicht ganz geschafft, aber in 45 Minuten war das Menü tatsächlich zu bewältigen und stand dampfend auf dem Tisch. Geschmacklich hat es zudem eine guten Eindruck hinterlassen (siehe unsere Bewertung unten). Fraglich ist aber, ob manche Extravaganzen nötig waren: weder das Aufstellen der Koteletts (siehe Foto oben) noch das zusätzliche Schmoren des Fleisches im Ofen wären nach unserer Meinung nötig gewesen – einfaches braten in der Pfanne hätte es auch getan, und wäre zudem noch schneller gewesen. Besonders gut gefallen hat uns dafür die Würzung des Wirsings mit Zitrone und Minze, wirklich sehr lecker! Der Nachtisch hingegen wiederum eher standard und auch nicht besonders innovativ.

Insgesamt ein gelungener Einsteig ins Büro-Kochen. Ob man damit auch die Welt etwas besser macht? Wir denken schon: wir haben beim Einkauf gezielt auf bio- und lokale Produkte geachtet und wir haben festgestellt, dass hier im Büro beim Essen eine entspanntere und kommunikativere Atmosphäre entstanden ist als im Restaurant. So haben wir beim Essen also gleich noch angeregt diskutiert: sowohl über betterplace.org-Themen als auch über den Sinn (oder Unsinn?) vom Einkauf lokaler Produkte. Wie sieht es bei Euch im Büro mit dem Essen aus? Was macht Ihr in der Mittagszeit?

Zum Abschluss noch unsere Bewertung (Skala 1 bis 10/10 Höchstwertung):

benötigte Zeit (wie schnell gings zu kochen?): 7
Aufwand der Zubereitung (wars kompliziert zu kochen?): 5
Geschmack (schmeckts lecker?): 8
Ansehnlichkeit des Essens (siehts lecker aus?): 7
Innovationsgrad des Gerichts (wars außergewöhnlich?): 6

betterplace.org – der Film!

Mit betterplace.org kann jeder ganz einfach die Welt verbessern, und es macht auch noch Spaß! Doch wer uns noch nicht kennt, fragt sich: Wie funktioniert das eigentlich mit all den Projekten, den Unterstützern, dem Vertrauensnetzwerk – also was betterplace.org eigentlich? Die Antwort darauf versuchen wir nun auf unterhaltsame Weise in nur zwei Minuten zu geben. Mit einem Animationsfilm, der uns nur ein Sterni (Berliner Edel-Bier) gekostet hat. Dafür bedanken wir uns um so herzlicher bei

Julian Reinhold, Animator!

Cosima Shaw, englische Sprecherin

Liora Mirnik, deutsche Sprecherin

Stephanie Igunbor, hat uns die Sprecherinnen vermittelt

Michal Krajczok, Tonstudiomann bei Talking Animals

Alexander Geiger, Sound-Design

Felix Schoenewald, Voice-Over-Schnitt

Sieben Mal Danke für diese Pro-Bono-Arbeit! Wie findet ihr den Film? Zu sehen zunächst bei Vimeo: DEUTSCH und ENGLISCH. Bald auch auf betterplace.org integriert…

Mit betterplace.org! from betterplace lab on Vimeo.

Kämpft für Klobalisierung! | betterplace.org startet die Aktion „Toiletten kosten Geld“

Weltweit haben 2,6 Milliarden Menschen keine finanziellen Mittel, sich funktionierende Sanitäreinrichtungen zu leisten. Dagegen kämpft der heutige „Internationale Welttoilettentag“. Und dagegen kämpfen wir! Mach mit!

Was kannst Du tun?

Wir haben eine Spendenaktion gestartet, bei der jeder mitmachen kann! Zusammen können wir in Büros, Schulen, zuhause, mit Freunden – heute, am Welttoilettentag – für Sanitäreinrichtungen sammeln! Wir haben da mal was vorbereitet:

Hier kannst du dir das PDF zur Aktion runterladen

Am meisten Erfolg hat das Ganze, wenn möglichst viele Menschen erreicht werden. Darum: Verschicke diesen Blogeintrag als E-Mail, verlinke auf Facebook darauf und twittere fleissig zum #Welttoilettentag. Je mehr Büros teilnehmen, desto besser!

Die Aktion „Toiletten kosten Geld!“ – so funktioniert‘s:

Toiletten kosten Geld!.pdf (Seite 2 von 2)

Und das sind die Projekte, die von der ganzen Aktion profitieren:

x-Runner – Sanitation Social Business – einmal Toilette zum Mitnehmen bitte!
Eine neuartige Konstruktion macht Hygiene auch in ärmeren urbanen Gegenden möglich. Dort ist meist kein Abwassersystem vorhanden, den Bewohnern bleibt also keine andere Wahl als ihr geschäft auf der Straße oder einem abgelegenen Feld zu verrichten. Die Seuchegefahr steigt, Durchfall breitet sich aus – besonder für Kleinkinder kann diese Krankheit tödlich enden. Das muss nicht sein!

Toiletten für 2,6 Milliarden Menschen – die Toilette als Statussymbol!
Obwohl der Zugang zu sanitären Einrichtung in den Milleniumszielen berücksichtigt wurde, sind immer noch viele Menschen ohne Zugang zu Toiletten. Besonders die Ärmsten der Armen müssen, wenn sie müssen, ohne auskommen. Die World Toilet Organisation setzt sich für Aufklärung, Design und Vermarktung für Toiletten ein. Eine saubere Sache!

Trockentoiletten für Namibias Norden – Multitalent Toilette!
Eine Trockentoilette gibt den Menschen nicht nur ein Stückchen Würde und Privatsphäre – sie verhindert auch Krankheiten, schont die Umwelt, verhindert Wasserverschmutzung, tötet Bakterien, killt Gerüche, spart Trinkwasser und verhindert Kosten für Wasser. Die Trockentoilette wird sogar von der Europäischen Union gefördert!

Übrigens: auch wir werden am Welttoilettentag auf Twitter und Facebook aktiv sein. Schau mal in unseren Kanälen vorbei! Es darf gerne retweetet und geteilt werden!


The Power of Social Media – oder wie innerhalb von 36 Stunden 3.000 Euro gespendet wurden

Manchmal geht es schneller als man denkt: Innerhalb von 36 Stunden wurden aus den Zukunftssorgen der Leipziger Stadtpfadfinder Hoffnungen und neue Pläne. Der Verein, in dem sich junge Menschen für Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten einsetzen, brauchte dringend Geld für die Miete von Räumlichkeiten, in denen ehrenamtliche Helfer Nachhilfe anbieten.

Twitter _ Suche - stadtpfadfinderSoeren Eisenschmidt entdeckte das Projekt auf betterplace.org – und handelte: Der Spezialist für Suchmaschinen-Marketing startete bei betterplace.org eine eigene Spendenaktion für die Stadtpfadfinder und warb dafür auf seiner vielfrequentierten Internetseite eisy.eu. Und siehe da: In nicht einmal zwei Tagen kamen mehr als 3.000€ zusammen – eine komplette Jahresmiete für die Stadtpfadfinder und ihr Nachhilfeprojekt.

„Wir wussten erstmal gar nicht, wie uns geschieht“, sagt Urs Moesenfechtel, der die Spendenbitte des 2006 gegründeten Vereins bei betterplace.org eingestellt hatte: „Wir sind total überwältigt“. Lange hat er nicht gewusst, ob man die Nachhilfe-Arbeit überhaupt fortsetzen können wird – dabei ist diese mitentscheidend für den Erfolg des Konzepts: „Wir haben gemerkt, dass unsere Arbeit nur funktioniert, wenn die Jugendlichen für ihre schulischen Probleme eine Lösung finden können“, so Moesenfechtel.

In ihrem Konzept versuchen die ehrenamtlichen Helfer, die Grundsätze der pfadfinderischen Pädagogik auf die Arbeit in so genannten „Brennpunkten“ anzuwenden – wie beispielsweise in Leipzig-Ost, dem Sitz des Vereins. In festen Gruppen werden Fahrten und Lager organisiert, diverse Sportarten angeboten, es gibt gemeinsame Bastel- und Kochaktionen und verschiedenste künstlerische Aktivitäten. Die Teilnehmer kommen dabei aus diversen Kulturkreisen: deutsche, arabische, vietnamesische, russlanddeutsche, ukrainische und türkische Kinder und Jugendliche ziehen hier gemeinsam an einem Strang.
„Ich wollte ein Projekt unterstützen, hinter dem keine große Organisation steckt, sondern nur ein kleiner Verein“, sagt Soeren Eisenschmidt, dessen Spendenaktion jetzt den Stadtpfadfindern hilft: „Kleine Vereine haben es unheimlich schwer bei der ehrenamtlichen Arbeit. Sie können keine TV-Spots schalten, keine Radio-Werbung und selbst kleinste Werbung im Internet ist finanziell kaum tragbar“. Daher habe er bei betterplace.org gesucht: „Betterplace hat hier eine großartige Grundlage zur Verfügung gestellt, über die man kleinere Projekte finden kann, die man unterstützen möchte“.

twitter.png (PNG-Grafik, 256x256 Pixel)Und auch die Verbreitung seiner Aktion ging schnell und einfach: Mit wenigen Klicks war „Eisys Spendenaktion“ über soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook bekannt gemacht. Viele seiner Freunde und Kollegen griffen das Thema auf und sorgten für das schnelle Anwachsen der Spendensumme. Die Stadtpfadfinder können ihre Jugendarbeit in Leipzig fortsetzen, dank der Hilfe eines Suchmaschinen-Spezialisten aus Merseburg und anderen aus ganz Deutschland – das Internet verändert auch den sozialen Sektor nachhaltig.

Musik verbindet: wie ein U2-Forum einem herzkranken Fan hilft

150906_profileMusik verbindet, das Internet verbindet und auch wir behaupten immer wieder, dass betterplace.org verbindet: nämlich Menschen, die Hilfe brauchen, mit denen, die helfen wollen. Ein ganz aktuelles Beispiel ist das von Arndt. Arndt ist großer U2- und Schalke-Fan – und Arndt ist schwer herzkrank. Im letzten Jahr bekam er ein Kunstherz, in diesem Jahr wartete er monatelang auf ein Spenderherz. Bereits in den Monaten des Wartens berichtete er hiervon in einem U2-Fanforum, in dem normalerweise eher über die Musik der vier Iren um Sänger Bono diskutiert wird. Doch die Fans nahmen Anteil am Schicksal von Arndt und fieberten mit ihm. Nach 100 Tagen Wartezeit war es am 13. Juli 2010 endlich soweit: ein passendes Spenderherz war gefunden und konnte transplantiert werden. Doch die Operation gestaltete sich schwierig und es kam zu zahlreichen Komplikationen. In der Folge lag Arndt fast 100 Tage im Koma. Seine Frau Heike schrieb fast täglich im U2-Forum über ihre Gefühle und Sorgen in dieser Zeit. Zusätzlich zu selbigen stiegen auch die finanziellen Belastungen für sie: die ständigen Reisen in die weit entfernt liegende Klinik, der Verdienstausfall. Und so entschlossen sich die U2-Fans spontan den beiden zu helfen und stellten auf betterplace.org ein Projekt zur Unterstützung von Arndt und Heike ein.

Fast gleichzeitig startete hier auf betterplace.org unser Wettbewerb um ein signiertes DFB-Trikot für die erfolgreichste Spendenaktion. Und da Arndt bekanntlich auch großer Fußball-Fan ist, nahmen auch die U2-Fans mit einer Spendenaktion teil, um das Trikot für Arndt zu gewinnen. Fast 2000 Euro kamen dabei zusammen, doch für den Gewinn des Trikots reichte es knapp nicht. Doch genau hier zeigte sich ein weiteres Mal, dass betterplace.org verbindet: denn Chris Häßner von GoalsConnect, der uns das DFB-Trikot zur Verlosung zur Verfügung gestellt hatte, war derweil auch auf das Schicksal von Arndt aufmerksam geworden. Und er versprach ein signiertes Schalke-Trikot für Arndt zu besorgen.

cimg5649cVor einigen Tagen nun ist Arndt aus dem Koma erwacht und befindet sich ganz langsam auf dem Weg der Besserung. Ersten Besuch durfte er auch schon empfangen und so überreichten die U2-Fans ihm ein großes Banner welches Hunderte Fans mit Grußbotschaften unterschrieben hatten – und das signierte Schalke-Trikot samt persönlichem Brief von Trainer Felix Magath. Doch Arndt und Heike haben noch einen anstrengenden Weg vor sich: in einigen Wochen wird Arndt voraussichtlich mit der Reha beginnen. Die (finanziellen) Belastungen für die beiden werden also nicht geringer. Deshalb haben die U2-Fans ihre Spendenaktion fortgesetzt und selbige jetzt mit einer Tombola verbunden (Details siehe hier). Wer Arndt und Heike also noch unterstützen will, kann das mit dieser Spendenaktion tun.

Wir drücken Arndt ganz fest die Daumen, dass er wieder ganz gesund wird. Und finden es toll wie Musik, das Internet und betterplace.org ganz konkret verbinden.

Anders helfen: Eine Broschüre für ein Umweltprojekt in Ecuador gestalten

„betterplace verbindet. Menschen die Unterstützung brauchen, treffen auf Menschen, die helfen wollen“ – so lautet unser Slogan. Neben finanzieller Unterstützung werden auch Sachspenden und Freiwillige gesucht.

Eva Wieners, die Verantwortliche für das Projekt „Weiterbildung zum Thema Bodenerosion“ war auf der Suche nach Know-How und hat über betterplace.org nach einer Illustratorin für ihre Broschüre gesucht. Über unsere Facebook Page haben wir auf diesen speziellen Bedarf hingewiesen. Und: Es hat geklappt!

Mara Birgis wird nun die Broschüre gestalten – und das alles pro bono und für die gute Sache! Die ersten Entwürfe stehen schon, und die möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten:

BetterplaceFamilie

Warum das Thema Bodenerosion in den ecuadorianischen Anden so wichtig ist? Das erklärt euch die Projektverantwortliche Eva Wieners am besten selbst:

“An den steilen Hängen der Anden gehen den Bauern durch Bodenerosion jedes Jahr bis zu 80 t Boden pro Hektar verloren. Ist der fruchtbare Oberbodenerst einmal weg, so dauert es Jahrhunderte, er sich neu gebildet hat. Stark erodierte Flächen werden aufgegeben, und somit entsteht die Notwendigkeit, ständig neue Flächen zu erschließen, also Primärwald zu roden. Auch entstehen den Bauern erhebliche Kosten, z.B. muss teurer Mineraldünger eingesetzt werden, um die verlorenen Nährstoffe zu ersetzen. Unterstützt man die Kleinbauern darin, ihren Boden besser vor Erosion zu schützen, so schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Primärwald wird geschützt, da bereits erschlossene Flächen länger in der Nutzung bleiben und die Situation der Bauern kann nachhaltig verbessert werden.

Damit das Faltblatt dann auch in Druck gehen kann, benötigt Pumamaqui e.V. noch finanzielle Unterstützung mit den Druckkosten. Es fehlen nur noch 68 Euro für die erste Auflage. Hilfst du mit?

Tierisch nachhaltige Projekte!

Im November dreht sich bei betterplace.org alles um Tiere und Umwelt! Dazu haben wir ein paar ganz besondere Projekte rausgesucht. Hier wollen wir Dir die Projekte kurz vorstellen. Mit nur ein paar Euro kannst Du hier schon helfen!

Nashörner in Not!
Um Nashörner vor Wilderei zu schützen, werden in Namibia Wildhüter ausgebildet. Mit nur 50 Euro kannst du zum Aufbau einer Wildschützer-Einheit beitragen. Schütze die 600 Spitzmaulnashörner, die hier noch leben!

Ich schenk dir ein Stück Regenwald

Ein Stück geretteter Regenwald hat viele Auswirkungen: Der Lebensraum vieler Tiere wird so gesichert (etwa 200 Arten leben auf jedem Hektar!!!), Pflanzen werden geschützt und die lokale Bevölkerung kann in ihrer Heimat bleiben. Mit nur 30 Euro kannst Du 750 Hektar Regenwald schützen - mit dem guten Gefühl, dass irgendwo in Guatemala Aras ungestört brüten können!

Meeresschildkröten im Iran in Gefahr
Auf der kleinen Insel Kish blüht der Tourismus – leider zum Nachteil der Schildkröten, deren Eiablageplätze aufgrund des zunehmenden Hotelbaus Plattform für soziale Projekte - Ihre Spenden werden zu 100 Prozent weitergeleitet.in Gefahr sind. Fünf Artenschützer wollen diese Tiere schützen – dafür brauchen sie geeignete Ausrüstung: Ferngläser und Stirnlampen müssen besorgt werden, außerdem wird Infomaterial benötigt. Eine Stirnlampe kannst Du mit 54 Euro finanzieren!

Tierhilfe 4Happy Paws e.V.

Auch Hunde und Katzen geraten oft in Not, weil sie von ihren Herrchen nicht mehr erwünscht sind. Dies führt zu katastrophalen Zuständen in Tierheimen – besonders die Überfüllung ist ein Problem. Damit die Poplulation im Tierheim nicht außer Kontrolle gerät sind dringend Kastrationen notwendig – mit 150 Euro kannst Du eine Kastration finanzieren und so die Lebensumstände der Tiere im Heim langfristig verbessern. Auch Futterspenden werden gerne angenommen!

Agroforstwirtschaft in Kaule, Nepal

Dieses Projekt leistet in Nepal Hilfe zur Selbsthilfe, indem es die lokale Bevölkerung in der Agroforstwirtschaft weiterbildet. Du kannst mithelfen, ein Bienenvolk aufzubauen welches das Dorf mit Honig versorgt und eine neue Einkommensquelle schafft. Schließ dich mit Freunden zusammen und spende 500 Euro um das Bienenvolk in Nepal anzusiedeln – wenn jeder ein bisschen spendet, kann dieses Projekt bald realisiert werden! Hier bekommst du deine eigene Spendenaktionsseite.

Weiterbildung zum Thema Bodenerosion
Weiterbildung zum Thema Bodenerosion - Umwelt & Schutz der natürlichen Ressourcen, San Gabriel, EcuadorEine Illustratorin hat dieses Projekt in Ecuador dank betterplace.org schon gefunden. Momenatn wird an der Gestaltung des Flyers gearbeitet. Damit die Flyer dann auch gedruckt und verteilt werden können, werden 100 Euro benötigt. Die Flyer informieren Kleinbauern darüber, was Bodenerosion ist und wie sie sich und ihr Land davor schützen können. Helft alle mit!

Existenzen sichern mit Aufforstung

Was ein paar Bäume alles bewirken können: Mit dem Aufbau einer Plantage in Peru wird Bauholz, Weidezäune, Dünger, Hausapotheke, Viehfutter, Erosionsschutz, Brennstoff und Mückenschutz geschaffen! Die Bewässerungsanlage kostet 2600 Euro. Nur wenn viele mitmachen, kann dieser Bedarf finanziert werden. Viele Spenden – viele Erfolge! Starte Deine eigene Spendenaktion für die Neem-Baum-Plantage!

Erforschung zum Schutz der Delfine und Wale

Meerssäuger üben auf den Menschen schon immer eine besondere Faszination aus – gleichzeitig ist der Mensch aber auch der größte Feind dieser beeindruckenden Tiere. Vor der Küste von La Gomera in Spanien bietet dieses Projekt die Möglichkeit, Wale und Delfine zu beobachten. Um so mehr Menschen sich für diese Tiere begeistern, um so besser können sie geschützt werden. Deswegen werden hier Flyer gedruckt  – insgesamt 500 Euro werden für den Druck auf umweltfreundlichen Papier benötigt.

Die wahren Helden im Naturschutz in Afrika

Das Thuma Forest Reserve in Malawi ist auf Wildhüter angewiesen um die Tiere und Natur dieser Region zu schützen. Um die Wertschätzung für die Arbeit der Wildhüter auszudrücken wird die Arbeit mit 50 Euro im  Monat entlohnt – das sichert den Wildschützern und ihren Familien ein regelmäßiges Einkommen. Kannst Du 50 Euro von deinem Monatslohn abgeben?

Auch die Malaienbäre brauchen ihre Hilfe!

Auch die Malaienbären brauchen Ihre Hilfe! - Umwelt & Schutz der natürlichen Ressourcen, Borneo, IndonesienViele Menschen waren begesitert von den Orang-Utan-Patenschaften, die diese Organisation anbietet. Nur wenige wissen, dass auf Borneo auch Malaienbären (besser bekannt als Tanzbären) betreut werden. Diese brauchen nach illegaler Haltung in Privathäusern nun eine artgerechte Unterkunft in der Tierauffangstation. Hilf mit beim Bau und spende zum Beispiel einen Sack Zement für 6,67 Euro!

Auf betterplace.org kannst Du mitverfolgen, was mit Deiner Spende passiert. Im Blog berichten die Projektverantwortlichen regelmäßig über den Fortschritt der Arbeit. Das Besondere: Du kannst Deine Spende konkret zuordnen. In was möchtest du Dein Geld umwandeln? Eine Stirnlampe, ein Stück Regenwald oder ein Bienenvolk?

Besuch in Bombolulu

In den Berliner Herbstferien waren wir mit unseren Kindern in Lamu, Kenia. Ganz ohne Laptop und Internetverbindung hatten wir viel Zeit für eine Reihe von wichtigen Büchern, die allerdings eine durchweg empörende bis frustrierende Lektüre boten. Von dem neuen Buch des englischen  Autors Peter Gill über die verheerenden Folgen von Live Aid in Äthiopien über Die Mitleidsindustrie, einem erschreckenden Blick hinter die Kulissen internationaler Hilfsorganistionen (Blogpost folgt) bis hin zu der Demontage der KfW, der deutschen Entwicklungsbank, in der ethnographischen Parabel Weit Hergeholte Fakten.

Bücher wie diese müssen für uns bei betterplace.org Anlässe sein, genau hinzuschauen, welche Ansätze und Institutionen wir mit unserer Plattform und unserer Arbeit unterstützen, denn die Welt wird bestimmt kein better place wenn Spenden für die Verlängerung von Kriegen eingesetzt werden oder die Eigeninitiative der lokalen Bevölkerung lähmen.

Cecil Kids House
In der gleichen Woche konnten wir jedoch auch einmal mehr erfahren für welche Projekte wir betterplace machen. In Mombasa besuchten wir Cecil Kids House, eine Ganztagsschule für AIDS-Waisen in Bombolulu. In diesem Vorort wohnt der ärmste Teil der Bevölkerung, es ist – auch im Sprachgebrauch der Beteiligten – ein Slum.

Cecil Kids House war eines der ersten Projekte auf betterplace und bestand damals aus einer undichten Wellblechhütte ohne Latrinen, Tische und Stühle, die einer Handvoll Kinder Unterschlupf und eine warme Mahlzeit am Tag bot. Es ist eine Initiative von Ann Wambua.

Drei Jahre später ist das Gebäude im Slum ein wahres Schmuckstück: von außen weiß getüncht und mit bunten Figuren bemalt (darunter auch ein großes betterplace-Zeichen)  wurde das Dach neu gedeckt, drei Latrinen eingebaut, das Klassenzimmer frisch renoviert und mit Holzmöbeln ausgestattet. Heute kommen täglich 39 Kinder in den mit Zeichnungen, Basteleien und Tafeln versehenen Raum um von Ann und einer Montessori-Lehrerin, sowie drei ehrenamtlich arbeitenden jungen Männern betreut zu werden.

Wenig Geld – großer Hebel
Dies alles wurde möglich gemacht durch die ca. €3000, die Cecil Kids House in den letzten 3 Jahren über betterplace einsammeln konnte. Im Gespräch mit Ann und ihren Mitarbeitern wurde deutlich, mit wie wenigen Mitteln in diesem Umfeld Erstaunliches geschaffen werden kann: 80€ sind das Monatsgehalt der Montessori-Lehrerin, die Schule an die gerade erst nach Bombolulu geführte Elektrizitätsleitung anzubinden kostet um die 550€.

Da Gelder für die Elektrifizierung noch nicht vorhanden sind, saßen wir nach Anbruch der Dunkelheit in dem von Kerzen erleuchteten Klassenzimmer, während  die Kinder Gedichte und Lieder vortrugen und uns mit selbstgemalten Bildern beschenkten.

Hilfe für die Witwen im Slum
Im Anschluss führte uns Ann zu einer der Großmütter, bei denen die Mehrzahl der AIDS-Waisen leben. Die Frau hatte ihre gesamte Familie, Ehemann, Kinder und deren Partner an den Virus verloren und lebte bis vor kurzem mit ihrem Enkelkind im Freien. Dann nahm Ann sich ihr (und einiger anderer Witwen) an und sorgte dafür, dass sie eine rudimentäre Hütte zur Verfügung gestellt bekam. Jetzt versucht sie den Frauen ein kleines Einkommen zu beschaffen, indem sie ihnen z.B. eine Thermoskanne und Becher kauft, mit denen sie im Slum Tee verkaufen können. Auch dieses minimale Unternehmertum kann man über betterplace unterstützen.

Projekte wie diese, von engagierten Menschen initiiert und getragen (s. Anns Lebenslauf hier – nur für eingeloggte Leser zugänglich) können in nahezu auswegslosen Lebenssituationen eine Oase der Geborgenheit, Bildung und Hoffnung sein.

Wir haben betterplace gegründet, damit solche Initiativen einen Platz haben sich darzustellen und andere in ihre Arbeit einzubeziehen – mit Geld, Mitarbeit und Know How. Aus einem email und SMS-Kontakt wurde nach drei Jahren ein berührender Blick in ein Haus, das 39 Kindern Heimat, Essen, eine Erziehung und damit eine Lebensperspektive bietet. Und es wurde ein freundschaftlicher Abend mit Ann, die ihre Zeit, ihre Mittel und vor allem ihr Herz, jeden Tag für ihre Kinder einbringt.

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Bei Ann zuhause (sie sitzt zwischen uns auf dem Sofa). Da es im Cecil Kids House nur Kerzen gab, konnten wir leider keine guten Photos machen. Aber die kann man auf der Projektseite sehen.

Wir haben jetzt als Besucher die Möglichkeit, ein Stück Vertrauen im das Cecil Kids House zu gewährleisten. Und andere zu inspirieren, vielleicht eine Spendenaktion zu bilden, die jeden Monat einen Lehrer unterstützt. Darum heißt unsere Plattform betterplace.

Mit Cecil Kids House sind nicht alle Probleme dieser Welt gelöst. Es gibt genug zu tun für Entwicklungsbanken, Entwicklungszusammenarbeit und NPOs. Was und wie weit bleibt im Einzelnen umstritten. Vom Cecil Kids House lernen können sie alle: Eigeninitiative und lokale Verantwortung stärken, transparent sein und Hingabe über Bürokratie triumphieren lassen.

Und hier geht es zum Projekt.

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