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Fachgespräch zu Moyos Dead Aid: Probleme bleiben ungelöst

Gestern lautete die Frage des Abends: „Tödliche Hilfe oder hilfreiche Totengräber?“ Das Haus der Demokratie in Berlin hatte zu einem Fachgespräch geladen, bei dem Professor Theo Rauch vom Institut für Geographische Wissenschaften der FU Belin einen Vortrag hielt über das Buch „Dead Aid“ von Dambisa Moyo. (Joana hat das Buch hier kurz auf Deutsch und hier ausführlicher auf English im betterplace-Blog rezensiert.)

Gleich zu Anfang erklärte Rauch, wieso Moyo mit ihren Thesen solch eine große Aufmerksamkeit erfuhr. Entwicklungshilfe hat nicht nur die Tendenz zu entmündigen. Besonders in Afrika ist sie auch verantwortlich für für Korruption, disfunktioniale Staaten und somit die stagnierende oder sogar steigende Armut der Menschen, meint Moyo, die aus Zambia stammt, und in Harvard und Oxford Wirtschaftswissenschaften studiert hat. Trotz einer Billion US-Dollar, die seit dem zweiten Weltkrieg nach Afrika geflossen sind, wächst die Wirtschaft dort nicht. Die größte Pro-Kopf-Hilfe steht der geringsten Entwicklungsdynamik entgegen.

Moyo ist nicht die erste – aber die lauteste

Rauch merkte an: Moyo ist nicht die erste, die Entwicklungspolitik kritistiert. Schon in den 80er Jahren prangerte der ungarisch-britische Ökonom Professor Peter T. Bauer die Ineffizienz der Entwicklungshilfe an. Manfred Nitsch sagte zur gleichen Zeit: „Hilfe regt zum Schlangestehen an.“ Selbst der Buchtitel ist nicht neu: Brigitte Erler nannte Ihre Kritik ebenfalls „Tödliche Hilfe“.

Moyo wurde jedoch besonders viel Gehör geschenkt, weil sie – relativ undifferenziert –zuspitzt und provoziert. Der Experte mag die Vereinfachungen Moyos kritisieren, aber das ist ihre Methode, mit der sie ein breites Publikum erreicht. Und ihre Kernthese – dass Entwicklungshilfe ineffizient ist – wird dadurch nicht angreifbar, sagte Rauch. Moyo, die bei der Weltbank und Goldman Sachs gearbeitet hat, setze aber zu viele Hoffnungen allein auf einen liberalen Markt, reduziere zu sehr auf Geldströme. Dead Trade sei keine Alternative, so Rauch.

Er beschrieb das Spannungsfeld der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit verschiedenen Wortpaaren recht treffend: Solidarität gegen Eigenständigkeit, Fördern gegen Fordern und NGOs stehen oft zwischen Überförderung und Überforderung. Ein Spannungsfeld, das auch andere Bereiche, etwa die Arbeitslosenunterstützung betrifft. Ebenfalls ein ungelöstes Problem: Die Entwicklungshilfeindustrie wächst weiter, stellt weiter Leute ein. Doch wird sich kaum einer mit Herzblut für die mittelfristige Unabhängigkeit seiner Projekte einsetzen, wenn er damit seinen eigenen Job gefährdet.

Versuch macht kluch?

Nach Rauchs Vortrag kommentierten weitere Experten Moyos Buch. Jürgen Zattler, Leiter des Referats Weltbank, IWF, Entschuldung beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, merkte an, dass die Diskussion einen zu großen Rahmen habe. Man kann nicht ein komplexes Feld wie die Entwicklungszusammenarbeit als Ganzes pauschal aburteilen. Besser sollte im Detail geklärt werden, wie sie verbessert werden kann. Das klingt nach William Easterly, der in seinem Buch „The White Man´s Burden“ von Planners und Searchers spricht: Die Planner, übernehmen sich damit, von oben herab zu komplexe Probleme von ganzen Ländern lösen zu wollen, die Searcher sind vor Ort und lösen ein kleines Problem nach dem anderen. Allerdings wechselte Zattler sogleich in die Sprache der Planner. Er sagte, man versuche „Strukturen für selbsttragende Entwickungsprozesse zu schaffen“ und Hilfe als Katalysator und nicht als Selbstzweck zu sehen. Man versuche, die Rechenschaftspflicht der Nehmerländer gegenüber ihrem Parlament und Volk zu stärken. Und man versuche, die eigenen Ressourcen der Länder zu mobilisieren. Bleibt zu hoffen, dass diese Versuche fruchten. Man müsse aber auch bedenken: Subsahara-Afrikas Wirtschaftskraft ist etwa so groß wie die von Chicago oder Belgien. Moyos Kritik habe aber trotzdem Ihre Berechtigung.

Der Mund ist voll, der Saal auch

Das sagte auch Ulrich Post von der Deutschen Welthungerhilfe. An Armut und Hunger in Afrika sei aber nicht die Entwicklungshilfe schuld, sondern vor allem die globale Handelspolitik, überhastete Liberalisierung der Märkte und Agrarsubventionen in den Geber-Ländern. Außerdem: Die EZ habe aber auch den Mund zu voll genommen: Wer Slogans wie „Food for All“, „Health for All“ oder „Education for All“ heraus gibt, nimmt den Mund zu voll.

Als dritter im Bunde der Kommentatoren sprach Dr Fekadu Bekele, äthiopisch-stämmiger Wirtschaftswissenschaftler und Lehrbeauftragter der FU Berlin. Er wählte einen historischen Ansatz, um das Phänomen EZ bis in die Gegenwart zu erklären, doch da auch er nur 15 Minuten Zeit hatte, blieb sein Beitrag etwas abstrakt. Konkret berichtete er jedoch auch von Bürokratien der EZ: Zum Teil seien so viele Formulare auszufüllen und Gänge zu den Institutionen zu machen, um die Schuluniform zu bekommen, dass so mancher Mutter darauf verzichtet, beziehungsweise keine Zeit dafür hat.

Insgesamt blieb das Fachgespräch im Haus der Demokratie mittelmäßig. Die Alternativen, die Moyo in ihrem Buch „Dead Aid“ aufzeigt, wurden als dünn bezeichnet, wirklich neue wurden aber auch nicht geboten. Allerdings lässt sich das komplexe EZ-Problem auch nicht an einem Abend lösen. So war es eher ein Abend der Planner. Was nicht bedeutet, dass er sinnlos war, er bediente ein starkes Interesse an dem Thema: der Vortragssaal war mit rund 200 Zuhörern bis in den Flur gefüllt.

Trotzdem: Dambis Moyo war mit ihrem Buch so erfolgreich, weil sie Vereinfachung in Kauf genommen, zugespitzt und provoziert hat. Gerade daran mangelte es dem Fachgespräch im Haus der Demokratie gestern Abend.

betterplace works!

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betterplace.org funktioniert, meinen wir. Um diese These zu untermauern haben wir eine Broschüre zusammengestellt, die nicht nur „betterplace works!“ heißt, sondern an Hand verschiedener Beispiele zeigt, warum das so ist. Geschichten über die großen Projekte „Cinema Jenin“, „X-Runner“ oder „Skateistan“ erzählen davon, welche Rolle betterplace.org für deren Erfolg gespielt hat und immer noch spielt.

Wir konnten aber auch junge Fotografen der Fotoschule Ostkreuz gewinnen, verschiedene betterplace-Projekte zu fotografieren – die Fotostrecken sind sehr schön anzuschauen. Joana Breidenbach hat einen interessanten Text über die „Revolution im Spendemarkt“ geschrieben, den Daniel Stolle illustriert hat (auch sehr schön anzuschauen). Aber auch Grundsätzliches wie einen Geschäftsbericht finden Sie in betterplace works! Und noch einiges mehr…

Falls Ihr Interesse über das pdf hinaus geht, schicken wir Ihnen auch eine gedruckte Version (solange der Vorrat reicht). Eine E-Mail an dbu(at)betterplace.org (Dennis Buchmann) genügt.

Twende Pamoja: Wie ein kleiner Verein sein Fundraising auf betterplace auslagert

Im Kleinen ganz groß – dafür ist der Verein Twende Pamoja ein wirklich gutes Beispiel. Denn auch ohne einen mächtigen Fundraising-Apparat und fast ausschließlich über betterplace.org hat Twende Pamoja schnell und effizient Spenden gesammelt. Und das nicht zu knapp.

Twende Pamoja ist Kiswahili und bedeutet „Lasst uns gemeinsam gehen“. Das tun seit dem Jahr 2000 ein paar junge Deutsche zusammen mit ihren Freunden und Partnern aus demostafrikanischen Tansania, genauer gesagt von der Insel Sansibar. Dort sind die Hilfsprojekte von Twende Pamoja angesiedelt.

Dass die Projekte so erfolgreich bespendet wurden, liegt unter anderem daran, dass Twende Pamoja die neuen Möglichkeiten des Online-Fundraisings voll ausgeschöpft hat: Das Internet ist schnell, aktuell, anschaulich und billig im Unterhalt. Also haben Matthias Mnich, Michaela Blaske und Verena Specht-Ronique, die Projekte für Twende Pamoja bei betterplace platziert haben, zum Erlebnis gemacht. Nie konnten die Unterstützer so anschaulich auf dem Laufenden gehalten werden und nie konnte durch soviel Transparenz ein derartiges, fast persönliches Vertrauensverhältnis geschaffen werden wie jetzt mit betterplace.

Auch Niederlagen eingestehen
Zu Transparenz und Vertrauensbildung gehört allerdings auch die Stärke, eigene Schwächen einzugestehen. So hat sich Twende Pamoja zwar für die Finanzierung von Stoff für die Herstellung von Jutetaschen bedankt, gleichzeitig aber auch zugegeben, dass die Taschen nicht konkurrenzfähig sind und das Projekt im Nachhinein nicht besonders sinnvoll war.

Kontinuierliche Kommunikation mit den Spendern
Bislang haben die Twende Pamoja-Leute in ihren sieben Projekten insgesamt 167 Blogs geschrieben, das sind fast 24 Blogs pro Projekt. Dadurch werden die Projekte stets am Leben erhalten, die Berichte halten die Projekte durch aktuelle Informationen frisch und sie pflegen die Beziehungen zu den Unterstützern, indem sie Vertrauen schaffen. Jeder Nutzer, der als Fürsprecher, Besucher oder Unterstützer mit dem Projekt verbunden ist, bekommt stets eine E-Mail vom betterplace-System, wenn in dem entsprechenden Projekt gebloggt wurde oder eine neues Foto hinzugefügt wurde. „Es gibt Neuigkeiten von ihrem Projekt!“, heißt es dann, und da Neuigkeiten nun einmal interessant sind, ist man mit einem Klick auf den Link in der betterplace-Benachrichtigungsmail wieder bei dem Projekt.

Die Blogeinträge geben den Projektverantwortlichen auch die Möglichkeit, den Unterstützern zu zeigen, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. In Verbindung mit Fotos, die den Werdegang des Projektes veranschaulichen, wird das Spenden zum Erlebnis – zwar hat man meist „nur“ Geld oder Sachen gespendet, aber es fühlt sich fast so an, als hätte man eigenhändig mit angepackt.

Geringer Aufwand – reiche Ernte
Auf betterplace.org ein Projekt einzustellen, dauert keine 20 Minuten. Doch wird es nicht gepflegt, droht es auszutrocknen. Damit der grüne Balken weiter wachsen kann, muss man als Projektverantwortlicher Energie reinstecken. Verena Specht-Ronique arbeitet seit der Gründung von Twende Pamoja für den Verein und hat zwei Projekte bei betterplace betreut. Einige Stunden pro Woche hat sie investiert, für aktuelle Blogs, für neue Fotos und vor allem für die Aktivierung des Netzwerks. Die Resonanz beschreibt sie mit einem Wort: „Phänomenal!“. Twende Pamoja hat nicht nur zahlreiche neue (Stamm-)Spender hinzu gewonnen. Während die Möglichkeiten der Geldakquise in Prä-betterplace-Zeiten sehr begrenzt waren, konnte der

Verein nun auch seinen Bekanntheitsgrad international erweitern. „Heute bekommen wir sogar Unterstützung aus England – eine super Öffentlichkeitsarbeit!“, so Verena. Als kleiner Verein hat Twende Pamoja das Online-Fundraising quasi outgesourct und seine Projekte auf der eigenen Homepage direkt zu betterplace verlinkt. Dort werden sie ausführlich beschrieben und vom Web of Trust bewertet.

Netzwerk aktivieren
Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg ist die Aktivierung des Netzwerkes. Man muss die kleine Flamme des Streichholzes an viele Stellen halten, um das Lagerfeuer ordentlich anzufachen, sprich: Man muss Mails schreiben, bis das Adressbuch erschöpft ist, man muss Kollegen, Freunde und Verwandte auf das Projekt bei betterplace aufmerksam machen, den Link rumschicken, in die eigene Email-Signatur aufnehmen, bei Facebook posten, in die Statusleiste seiner Messenger schreiben oder einfach nur Gott und der Welt davon erzählen. Immer mit dem Hinweis: Weitersagen! „Aber auch die Bewertung des Projektes ist wichtig“, sagt Verena. Sie hat auch immer um viele Sternchen in der Bewertungsleiste des Projektes gebeten, denn so kommt das Projekt höher auf die Projekt-Übersichtsseite bei betterplace.

Jetzt posten die Begünstigten ihr eigenes Projekt
Da betterplace da ist, wo das Internet ist, ging Twende Pamoja einen konsequenten Schritt weiter: Der Verein schulte die Menschen auf Sansibar im Umgang mit betterplace.org (mit über betterplace gesammelten Laptops). Wieder einen Flug, einen Umweg gespart: Die Sansibari sammeln jetzt eigenständig für den Bau einer Straße zu einer Entbindungsstation und einen wichtigen Brunnnen. Effizienter geht es kaum.

Good Practice: action medeor auf betterplace.org

Auch die Großen fangen mal klein an. Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor versorgt seit 45 Jahren die Menschen in den armen Regionen der Welt mit dem Nötigsten. Über 10000 Gesundheits- stationen in 140 Ländern werden von dem Verein beliefert, allein im Jahr 2008 wurden 360 Tonnen Medikamente und medizinische Geräte im Wert von über 10 Millionen Euro verschickt. Die Botschafterin von action medeor ist Anke Engelke.

Bei betterplace dabei sein – eine Investition in die Zukunft
Warum also platziert ein Großer wie action medeor seine relativ kleinen Projekte bei betterplace? Ist es das Kleinvieh, das auch Mist macht, wenn der millionenschwere Verein um Spenden für Moskitonetze zum Stückpreis von fünf Euro wirbt? Die Antwort auf diese Fragen mag pathetisch klingen, aber: Es ist eine wichtige Investition in die Zukunft. „Durch betterplace haben wir neue und vor allem auch junge Spender hinzu gewonnen“, sagt Steffi Sczuka, Fundraiserin bei action medeor. Denn action medeor hat das gleiche Problem wie viele andere traditionsreiche Hilfsorganisationen auch: Die Stammspenderschaft ist alt. Ob die Kinder und Kindeskinder dieser Menschen genauso eifrig spenden werden ist fraglich, also wächst der Druck, neue Stammspender zu akquirieren.

Aktualität überzeugt
Steffi Sczuka kam durch den Tipp einer Freundin auf betterplace.org. Ihr gefiel nicht zu letzt die Optik, also blieb sie und stellte die ersten Projekte bei betterplace online. Doch im Gegensatz zu einer kleinen Organisation wie Twende Pamoja schrieb Steffi keine Mails an Freunde, Bekannte oder gar die Stammspender. Die sind ohnehin eher offline und bleiben auf ihrem eingetreten Pfad des Dauerauftrags. Steffi sagt:

Als große Organisation werden wir anonymer wahrgenommen, die Menschen identifizieren sich anders mit uns, als mit einer kleinen Grasroot-Organisation.

Trotzdem war und ist action medeor mit seinen Projekten auf betterplace erfolgreich. Steffis Erklärung: „Wir sind aktuell.“ Eines der ersten betterplace-Projekte von action medeor betraf die Cholera-Epidemie in Simbabwe. Kurz nachdem die Katastrophe durch die Medien ging, waren bei betterplace 2000 Euro für 200 Behandlungen mit Medikamenten zusammen. Durch die Aktualität wurde das Projekt auch vom betterplace-Team herausgestellt, im Blog erwähnt und kam auf die vordersten Plätze der Startseite. Die Konkurrenz zwischen den Organisationen kommt noch anders zum Ausdruck: „Wir waren die Einzigen, die auf betterplace Hilfe für die Cholera-Epidemie anboten.“

Ähnlich war es mit dem Erdbeben auf Sumatra im September diesen Jahres: Um 14 Uhr was es in den Nachrichten, um 18 Uhr war ich mit dem Projekt auf betterplace“, erinnert sich Steffi. Diese wichtige Akquise von neuen, zusätzlichen Spendern ist sehr effizient. „Das Einstellen der Projekte dauert keine Stunde“, sagt Steffi, „und die Pflege, das Bloggen läuft dann so nebenbei.“

Extrem kostengünstige Gewinnung von Neuspendern
Die konventionelle Neu-Akquise eines Spenders kostet action medeor zwischen 70 und 90 Euro. Das entspricht fast 20 Moskitonetzen. Viele großen Organisationen müssen sogar ein Drittel des „Lifetime values“ eines Spenders in seine Akquise investieren. Steffi ist auch von Anfang an auf betterplace zugegangen, denn für die Internet-Plattform arbeiteten richtige Menschen, die man anrufen und um Rat fragen kann, mit denen man im Dialog Ideen entwickeln kann. So bleibt action medeor bei den betterplace-Mitarbeitern auch stets präsent, die den Verein wiederum gegenüber Unternehmenskunden promoten.

Das Ergebnis: Für action medeor sind innerhalb eines Jahres 12250 Euro zusammengekommen, gespendet von 212 Spendern. Allein die Akquise dieser neuen Spender hätte auf konventionellem Wege rund 17000 Euro gekostet. Bei betterplace hat jeder durchschnittlich 57 Euro für action medeor gespendet, das wäre auf konventionellem Wege noch nicht einmal genug gewesen, um die Akquise-Kosten zu decken. Über betterplace wurde so aber vielen Menschen geholfen. Da das Vertrauen zu den Spendern ein kostbares Gut ist und die Transparenz nie und auf keinen Fall außer Acht gelassen werden darf, will Steffi demnächst einen scheinbar langweiligen Bedarf einstellen: Verwaltungskosten. Denn obwohl 100 Prozent der Spende weitergeleitet werden, darf man nicht vergessen, das gerade bei größeren Organisationen ein Teil davon für allgemeine Verwaltungskosten benutzt werden muss.

Anke Engelke als Ass im Ärmel
Neben der schnellen Verbreitung von aktuellen Hilfsaktionen, hat action medeor noch ein Ass im Ärmel: Anke Engelke. Die Schauspielerin ist eine einzigartige Fürsprecherin und zieht die Besucher von betterplace.org durch ihre Prominenz auf die Projektseiten von action medeor. Doch bei dieser Abgrenzung zu anderen, quasi Konkurrenzprojekten, will es Steffi nicht belassen. „Man muss seine Projekte zu etwas Besonderem machen“, sagt sie und plant, mehr Videos bei betterplace unterzubringen.

Noch dominieren konventionelle Methoden des Fundraisings, doch das Online-Fundraising, wie es auf betterplace geschieht, wird weiter wachsen, glaubt auch Steffi.



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