Archiv für die Kategorie ‘Design’

Innovative Technologien verbreiten

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Schon mal was von Freedom Toasters gehört?

Von mehreren Seiten bin ich in der letzten Woche auf eine neue , interessante Plattform aufmerksam gemacht worden: Kopernik. Nach dem Motto: Kopernik connects innovative technologies, poor communties and You, präsentiert die Seite originelle und nachhaltige Technologie, die sich an Bottom of Pyramid-Gemeinschaften richten. Unter den Technologie finden sich z.B. Solarlampen, Life Straw Wasserfilter, ebenso wie Brillen, die Menschen ohne Zugriff auf Augenärzte, auf ihre eigenen Sehbedürfnisse einstellen können.

Wie funktioniert die Plattform? Eine Organisation in Nigeria möchte 150 Solarlampen für die Schüler eines nicht-elektrifizierten Dorfes haben. Auf Kopernik findet sie einen passenden Technologieanbieter (der Kopernik als Vertriebsplattform nutzt) und veröffentlicht ihr Konzept, sowie den offenen Geldbedarf (in diesem Fall 5.500 US). Spender können nun dieses Projekt bespenden.

Die Idee ist gut, denn oft ist das Problem ja nicht, dass es keine passenden Technologien gibt, sondern dass wir keine effektiven Systeme haben, um innovative Designideen dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden. Leider bietet die Seite jedoch keine Möglichkeit Technologien und Proposals zu diskutieren um eigene Erfahrungen einzubringen. Doch gerade das ist bei einigen Designinnovationen dringend nötig, denn was Spender in NYC und Berlin cool finden, ist nicht unbedingt das, was sich vor Ort bewährt.

Wie erfolgreich bewähren sich Designinnovationen vor Ort?

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In den letzten Jahren sind eine Reihe von Designinnovationen für den Bottom of Pyramid Markt entwickelt worden und haben in Lifestyle-Magazinen, Ausstellungen (z.B. Design for the other 90%) oder Büchern, wie das gerade erschienene Design Revolution: 100 Products That Empower People für Furore gesorgt. Die wirklich relevante Frage ist jedoch, ob diese neuen Produkte auch bei den Bevölkerungen, für die sie entwickelt wurden, angenommen werden. Auskünfte darüber sind wesentlich schwerer erhältlich, insbesondere dann, wenn es sich nicht um absolute Erfolgsgeschichten handelt.

Als eine solche Design”revolution”, über deren Markterfolg ich gerne mehr wissen würde, wurde vor kurzem das Q Drum gefeiert - der rollende Wasserbehälter für ländliche Bevölkerungen, der Frauen entlasten sollte, die bislang die Wasserkanister auf ihren Köpfen trugen. Doch in afrikanischen Gemeinden ist das Q Drum offensichtlich (so wurde mir jedenfalls aus Designkreisen berichtet) an kulturellen Gewohnheiten gescheitert: Im Gegensatz zur traditionellen Tragemethode, bei der die Hände frei sind und insbesondere Kinder mitgetragen werden können, muss der neue Kanister geschoben werden. Das schont zwar den Nacken, steht aber dem gewohnten Multitasking im Wege.

Hätte eine genauere Analyse der Alltagsbeschäftigungen afrikanischer Frauen diese Hürde aufgezeigt und zu einem passenderen Entwurf geführt? Im aktuellen Stanford Social Innovation Review findet sich eine lesenswerte Zusammenfassung des Design Thinking Ansatzes, der schon für eine Reihe von sozialen Problemen wirksame, systemische Lösungen hervorgebracht hat und über den wir hier auch schon geschrieben haben.

Design Thinking zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass man sich Fragestellungen – wieso besuchen Schwangere das Gesundheitszentrum nicht, obwohl es kostenlose Vorsorge anbieten? Wieso schlafen Dorfbewohner nicht unter Moskitonetzen, obwohl sie wissen, dass diese sie vor Malaria schützen? – nicht aus der wissenschaftlichen Vogelperspektive (z.B. über Fragebögen und Fokusgruppen) nähert, sondern konkret vor Ort individuelles Verhalten von Menschen beobachtet und oft auch daran teilnimmt. Auf diese Wiese gelingt es das wirkliche Leben von Menschen, ihre konkreten Interessen und Bedürfnisse kennenzulernen.

Der SSIR-Artikel bietet ein paar gute Beispielen für Innovationen, die haarscharf an lokalen Bedürfnissen vorbei gedacht wurden und die durch eine empathischere Herangehensweise (wie sieht die Welt aus der Perspektive meiner Zielgruppe wirklich aus?) enorm an Wirksamkeit gewinnen könnten. Ich würde mich freuen, mehr solche “Design-Reality Stories” zu lesen.

Dress yourself as betterplace

Der Gewinner unseres T-Shirt-Contests bei 12designer steht fest: Es ist die #16 von kenntbannerbrown mit einer Weltkarte aus betterplace.org-Signets. Die Abstimmung hat letztendlich bei uns im Team stattgefunden und wir sagen: Herzlichen Glückwunsch!! Und natürlich freuen wir uns über den tollen Entwurf, den wir bald auch in unserem Shop einstellen werden. Alle zehn Finalisten bekommen darüber hinaus von Spreadshirt eines der neuen betterplace.org-Shirts geschenkt!

Wir freuen uns übrigens auch über Vorschläge, welche T-Shirt-Schnitte bzw. -Produkte Euch am besten gefallen würden, einfach als Kommentar ergänzen.

An dieser Stelle nochmal ganz herzlichen Dank an 12designer für das Sponsoring des Preisgeldes und Initiieren des Wettbewerbes! Hier das Gewinnermotiv:

betterplace.org-shirt

Spenden sieht gut aus! betterplace.org sucht T-Shirt-Designer

shirtcontestSpenden macht glücklich und steht jedem gut. Deshalb soll jeder, der auf betterplace.org die Welt verbessert, das auch auf breiter Brust zeigen dürfen. betterplace.org hat dafür einen Design-Contest ausgerufen, um eure Ideen für unser neues Weltverbesserer-Shirt zu sammeln. Bei unseren Freunden von 12designer.com kann ab sofort jeder, der sich angesprochen fühlt, Vorschläge einreichen, wie das ultimative betterplace.org-Shirt aussehen soll.

Den schönsten Vorschlag entlohnt 12designer mit einem fürstlichen Honorar von 250 Euro. Und natürlich mit dem stolzen Gefühl, dass zukünftig hunderte Weltverbesserer die eigene Kreation spazieren tragen. Außerdem werden die 10 besten Vorschläge von spreadshirt.net mit einem persönlichen Exemplar des neuen betterplace.org-Shirts belohnt. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 24. August.

Hier gehts zum Wettbewerb!

Mitmachen: Plakate, die die Welt verändern!

betterplace wird noch diesen Monat auf einigen tausend Großplakaten im ganzen Land zu sehen sein – dank großzügiger Förderer.
Im Zentrum der Anzeige wird zu sehen sein, wer wir sind: Die Startseite von betterplace.org.

Heute werden wir den Screenshot für das Plakat schiessen und wie immer sind darauf die letzten drei Spender zu sehen.
Wer HEUTE zwischen JETZT und 14 Uhr unter den ersten 50 Spendern ist – egal welches Projekt unterstützt wird – hat die Chance mit auf das Plakat zu kommen.

Jetzt spenden und weitersagen!
www.betterplace.org

Viel Spass!

PS Selbstverständlich wird den Gewinnern der Verlosung das endgültige Motiv gezeigt und ihr Einverständnis noch abgefragt.

Shit Rules

Hier ist der Film, den Noa Lerner und Fionn Dobbin vom betterplace WTO-Projekt gemacht haben. Mehr zum Projekt auf unserem englischen blog

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=_ruyJBGc70g]

Und bald kann man das ganze Projekt auf betterplace ganz konkret unterstützen.



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