Archiv für die Kategorie ‘Entwicklung’

Fachgespräch zu Moyos Dead Aid: Probleme bleiben ungelöst

Gestern lautete die Frage des Abends: „Tödliche Hilfe oder hilfreiche Totengräber?“ Das Haus der Demokratie in Berlin hatte zu einem Fachgespräch geladen, bei dem Professor Theo Rauch vom Institut für Geographische Wissenschaften der FU Belin einen Vortrag hielt über das Buch „Dead Aid“ von Dambisa Moyo. (Joana hat das Buch hier kurz auf Deutsch und hier ausführlicher auf English im betterplace-Blog rezensiert.)

Gleich zu Anfang erklärte Rauch, wieso Moyo mit ihren Thesen solch eine große Aufmerksamkeit erfuhr. Entwicklungshilfe hat nicht nur die Tendenz zu entmündigen. Besonders in Afrika ist sie auch verantwortlich für für Korruption, disfunktioniale Staaten und somit die stagnierende oder sogar steigende Armut der Menschen, meint Moyo, die aus Zambia stammt, und in Harvard und Oxford Wirtschaftswissenschaften studiert hat. Trotz einer Billion US-Dollar, die seit dem zweiten Weltkrieg nach Afrika geflossen sind, wächst die Wirtschaft dort nicht. Die größte Pro-Kopf-Hilfe steht der geringsten Entwicklungsdynamik entgegen.

Moyo ist nicht die erste – aber die lauteste

Rauch merkte an: Moyo ist nicht die erste, die Entwicklungspolitik kritistiert. Schon in den 80er Jahren prangerte der ungarisch-britische Ökonom Professor Peter T. Bauer die Ineffizienz der Entwicklungshilfe an. Manfred Nitsch sagte zur gleichen Zeit: „Hilfe regt zum Schlangestehen an.“ Selbst der Buchtitel ist nicht neu: Brigitte Erler nannte Ihre Kritik ebenfalls „Tödliche Hilfe“.

Moyo wurde jedoch besonders viel Gehör geschenkt, weil sie – relativ undifferenziert –zuspitzt und provoziert. Der Experte mag die Vereinfachungen Moyos kritisieren, aber das ist ihre Methode, mit der sie ein breites Publikum erreicht. Und ihre Kernthese – dass Entwicklungshilfe ineffizient ist – wird dadurch nicht angreifbar, sagte Rauch. Moyo, die bei der Weltbank und Goldman Sachs gearbeitet hat, setze aber zu viele Hoffnungen allein auf einen liberalen Markt, reduziere zu sehr auf Geldströme. Dead Trade sei keine Alternative, so Rauch.

Er beschrieb das Spannungsfeld der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit verschiedenen Wortpaaren recht treffend: Solidarität gegen Eigenständigkeit, Fördern gegen Fordern und NGOs stehen oft zwischen Überförderung und Überforderung. Ein Spannungsfeld, das auch andere Bereiche, etwa die Arbeitslosenunterstützung betrifft. Ebenfalls ein ungelöstes Problem: Die Entwicklungshilfeindustrie wächst weiter, stellt weiter Leute ein. Doch wird sich kaum einer mit Herzblut für die mittelfristige Unabhängigkeit seiner Projekte einsetzen, wenn er damit seinen eigenen Job gefährdet.

Versuch macht kluch?

Nach Rauchs Vortrag kommentierten weitere Experten Moyos Buch. Jürgen Zattler, Leiter des Referats Weltbank, IWF, Entschuldung beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, merkte an, dass die Diskussion einen zu großen Rahmen habe. Man kann nicht ein komplexes Feld wie die Entwicklungszusammenarbeit als Ganzes pauschal aburteilen. Besser sollte im Detail geklärt werden, wie sie verbessert werden kann. Das klingt nach William Easterly, der in seinem Buch „The White Man´s Burden“ von Planners und Searchers spricht: Die Planner, übernehmen sich damit, von oben herab zu komplexe Probleme von ganzen Ländern lösen zu wollen, die Searcher sind vor Ort und lösen ein kleines Problem nach dem anderen. Allerdings wechselte Zattler sogleich in die Sprache der Planner. Er sagte, man versuche „Strukturen für selbsttragende Entwickungsprozesse zu schaffen“ und Hilfe als Katalysator und nicht als Selbstzweck zu sehen. Man versuche, die Rechenschaftspflicht der Nehmerländer gegenüber ihrem Parlament und Volk zu stärken. Und man versuche, die eigenen Ressourcen der Länder zu mobilisieren. Bleibt zu hoffen, dass diese Versuche fruchten. Man müsse aber auch bedenken: Subsahara-Afrikas Wirtschaftskraft ist etwa so groß wie die von Chicago oder Belgien. Moyos Kritik habe aber trotzdem Ihre Berechtigung.

Der Mund ist voll, der Saal auch

Das sagte auch Ulrich Post von der Deutschen Welthungerhilfe. An Armut und Hunger in Afrika sei aber nicht die Entwicklungshilfe schuld, sondern vor allem die globale Handelspolitik, überhastete Liberalisierung der Märkte und Agrarsubventionen in den Geber-Ländern. Außerdem: Die EZ habe aber auch den Mund zu voll genommen: Wer Slogans wie „Food for All“, „Health for All“ oder „Education for All“ heraus gibt, nimmt den Mund zu voll.

Als dritter im Bunde der Kommentatoren sprach Dr Fekadu Bekele, äthiopisch-stämmiger Wirtschaftswissenschaftler und Lehrbeauftragter der FU Berlin. Er wählte einen historischen Ansatz, um das Phänomen EZ bis in die Gegenwart zu erklären, doch da auch er nur 15 Minuten Zeit hatte, blieb sein Beitrag etwas abstrakt. Konkret berichtete er jedoch auch von Bürokratien der EZ: Zum Teil seien so viele Formulare auszufüllen und Gänge zu den Institutionen zu machen, um die Schuluniform zu bekommen, dass so mancher Mutter darauf verzichtet, beziehungsweise keine Zeit dafür hat.

Insgesamt blieb das Fachgespräch im Haus der Demokratie mittelmäßig. Die Alternativen, die Moyo in ihrem Buch „Dead Aid“ aufzeigt, wurden als dünn bezeichnet, wirklich neue wurden aber auch nicht geboten. Allerdings lässt sich das komplexe EZ-Problem auch nicht an einem Abend lösen. So war es eher ein Abend der Planner. Was nicht bedeutet, dass er sinnlos war, er bediente ein starkes Interesse an dem Thema: der Vortragssaal war mit rund 200 Zuhörern bis in den Flur gefüllt.

Trotzdem: Dambis Moyo war mit ihrem Buch so erfolgreich, weil sie Vereinfachung in Kauf genommen, zugespitzt und provoziert hat. Gerade daran mangelte es dem Fachgespräch im Haus der Demokratie gestern Abend.

Fernsehen tut gut

8d6e28c002

Nächste Woche bin ich in Fez, als Gast einer Talkshow im marokkanischen Fernsehen, und diskutiere über die Folgen der Globalisierung auf Kultur und Identität. Also nutze ich dieses Wochenende um mich mal wieder in die Globalisierungs-Literatur einzulesen.

Zerstört Fernsehen Kultur?
Ich liebe die Ethnologie/Anthropologie u.a. dafür, dass sie es sehr oft schafft mit völlig überraschenden Erkenntnissen aufzuwarten, die bestehende Wahrheiten widerlegen oder differenzieren. Eine davon ist die im Westen weit verbreitete Ansicht, der Einzug von Fernsehen würde in “traditonellen Gesellschaften” zu kulturellem Niedergang und sozialer Isolation führen. Statt um das Lagerfeuer herumzutanzen und den Mythen der Vorzeit zu lauschen, sähen die Menschen jetzt Baywatch und Werbung für unerreichbare Luxusgüter. Doch oft ist Fernsehen viel besser als sein Ruf – eine These, die  durch ein paar spannende neue entwicklungspolitische Studien bestätigt wird.

Telenovelas: Effektive Geburtenkontrolle
So untersuchte die italienische Entwicklungsökonomin Eliana La Ferrara die Auswirkungen des brasilianischen Fernsehsenders Rede Globo auf die Familienpolitik ländlicher Brasilianer. Globo ist für seine Telenovelas berühmt, die im Land eine begeisterte Fangemeinschaft haben und deren Hauptdarsteller meist Frauen mit wenigen Kindern sind. Wann immer das Globo Netzwerk in einen neuen Teil des Landes expandierte und dort Seifenopern ausstrahlte, konnte eine Reduzierung der Geburtenraten beobachtet werden – insbesondere ältere Frauen und solche mit niedrigem Sozialstatus begannen die Telenovela-Heldinnen nachzuahmen und zu verhüten, mit positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität, insbesondere der Mädchen und Frauen.

Frauen werden weniger geschlagen, mehr Mädchen gehen zur Schule
Vergleichbare Effekte sind auch im ländlichen Indien beobachtet worden. In den Dörfern, in denen Kabelfernsehen verlegt wurde, waren die Frauen selbstständiger; sie verließen das Haus ohne um ihre Männer um Erlaubnis zu fragen und nahmen regeren Teil an wichtigen Entscheidungen im Haushalt. Auch hier konnte ein Geburtenrückgang verzeichnet werden und Frauen sagten weniger oft aus, sie würden einen Sohn einer Tochter vorziehen. Sie wurden seltener von ihren Männern geschlagen und mehr Mädchen wurden zur Schule geschickt.

Diese Veränderungen, so fassen Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn die Studien zusammen, sind darauf zurückzuführen, dass Fernsehen neue Ideen in konservative und traditionelle Regionen hineinträgt. Vor dem Einzug des Fernsehens gaben 62% aller Frauen in den untersuchten Dörfern an, es sei für einen Mann akzeptabel seine Frau zu schlagen und 55% der Frauen wollten, dass ihr nächstes Kind männlich sei (die anderen wollten keine Tochter, ihn war es gleichgültig). Und 2/3 aller Frauen mussten ihre Männer um Erlaubnis fragen, wenn sie das Haus verlassen wollten. Kastentrennung und arrangierte Ehen waren die Norm.

Doch in den Seifenopern, die die Familien plötzlich im Fernsehen sahen, wurden sie mit Indern aus der Mittelklasse konfrontiert, in denen Frauen berufstätig sind und sich frei bewegen. Langsam setzte sich auch bei den Zuschauern die Vorstellung durch, dass Frauen gleichberechtigte menschliche Wesen sind. Die Autoren der Studie, Robert Jensen und Emily Oster von der University of Chicago, schreiben: “introducing cable television is equivalent to roughly five years of female education”.

Was lernen wir daraus? Sollen wir statt Schulprogrammen für Mädchen, jetzt lieber Kabelfernseher finanzieren? Nein – diese Studien zeigen nur, dass es viele Wege gibt, auf denen sich Menschen aus der Armut und Ungerechtigkeit befreien können. Wir sollten genau hinschauen, welche Ansätze welche Auswirkungen haben – und uns dabei auch überraschen lassen.

Mädchen und Frauen fördern = Armut bekämpfen

Die Förderung von Mädchen und Frauen ist ein Schlüssel zur Armutsbekämpfung. Über den gestrigen Welttag zur Überwindung der Armut und das eindrucksvolle Buch der New York Times Journalisten Nicholas Kristof and Sheryl WuDunn Half The Sky schreibe ich in unserem englischen blog.

Vision Summit 2009

Am 08. November findet der VISION SUMMIT 2009 statt, bei dem betterplace Co-Veranstalter ist – und Sie sind eingeladen.
vision_summit_2009

Es geht dort um “Social Business” – einen Impuls, im dem führende Ökonomen und Wirtschaftsnobelpreisträger die aussichtsreichste Chance auf ein neues, stabiles Weltwirtschaftswunder erkennen. Anderen gilt derselbe Impuls als die größte Chance auf die endgültige Überwindung der globalen Armut und als neues, kraftvolles Instrument für eine globale Ökowende.

“Social Business” denkt Wirtschaft völlig neu: als Dienst an der Gesellschaft. Dadurch wird Wirtschaft zum aktiven Problemlöser. Wie sensationell dies sozial, ökologisch und wirtschaftlich funktioniert, hat dessen Impulsgeber, der Sozialunternehmer und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, nachdrücklich unter Beweis gestellt:

Seine Kleinkreditidee hat bis heute ein “Weltwirtschaftswunder von unten” für nicht weniger als 600 Millionen Menschen ausgelöst und sie damit in die Weltwirtschaft integriert.
Seine Einladung an die Weltwirtschaft und Weltkonzerne zur gemeinsamen Lösung der drängendsten globalen sozialen Problemen mit unternehmerischen Mitteln hat Intel, Danone, BASF und viele weitere dazu geführt, plötzlich radikal neue Geschäftsmodelle zu entwickeln – Produkte und Dienstleistungen, die ihnen gesunde und bezahlbare Ernährung ermöglichen, Zugang zu bezahlbarer nachhaltiger Energie sowie Zugang zum Weltwissen via Internet.
Sein Heimatland Bangladesch zählt durch ein einziges dieser neuen Social Businesses, Grameen Shakti, heute bereits die meisten Solardächer in der Welt, immerhin 250.000.
Seine Einladung an die Politiker wie an die engagierten zivilgesellschaftlichen Organisationen, über völlig neue Lösungen sozialer Herausforderungen auch in den reichen Ländern nachzudenken, hat auch in Europa und Nordamerika zu einer schnell wachsenden gesellschaftlichen Bewegung und einem Aufblühen von Social Business Initiativen geführt.

Der VISION SUMMIT 2009 findet am 8. November, dem Vortag des Berliner Mauerfall-Jahrestages, in Berlin statt. Neben Muhammad Yunus und fast der gesamten Führungsebene seiner inzwischen mehr als 20 Sozialunternehmen nehmen weitere 50 Referenten aus aller Welt teil, von Spitzen der Wirtschaft über Leiter weltweiter Nichtregierungsorganisationen bis zu erfolgreichen Praktikern. Der VISION SUMMIT 2009 verfolgt dabei folgende Ziele:

- Die immensen Chancen der höchst lebendigen Social-Busines-Bewegung für Unternehmen, staatliche und zivile Organisationen und Stiftungen und insbesondere auch für engagierte Bürger unmittelbar erlebbar machen.
- Jedem Teilnehmer “seinen” praktischen beruflichen oder privaten Einstieg in die Arbeit mit dem Social-Business-Ansatz eröffnen.
- Ein starkes Netzwerk etablieren im Spektrum von sozialem Engagement bzw. CSR-Engagement bis zur Innovationsqualität von Social Business.

Vom 4.-9. November 2009 finden in Berlin neben dem VISION SUMMIT noch neun weitere so genannte VISION DAYS statt, die den Social-Business-Impuls jeweils für unterschiedliche Zielgruppen vertiefen – für Umweltengagierte über Repräsentanten aus der Wirtschaft bis zu Gründungswillige.

Alle weiteren Informationen sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter http://www.visionsummit.org/.

Afrikanische NGOs: unabhängige Akteure oder Handlanger des Westens?

Eines der wissenschaftlichen Journale, die ich verfolge, ist Development and Change (und nicht nur, weil ich dort auch veröffentlich habe). Gerade kam mir ein interessanter Artikel zum Thema Zivilgesellschaft und NGOs in Afrika in die Hände: African NGOs: The New Compradors? (der direkte Link auf den Artikel scheint defekt). Das Thema: welche Rolle spielen lokale, in diesem Fall afrikanische, Nichtregierungsorganisationen in der entwicklungspolitischen Landschaft?

Ein Ziel von betterplace ist es neben den prominenten internationalen NGOs auch lokalen Organisationen eine Plattform zu geben, auf der sie ihre Arbeit vorstellen können und Unterstützung mobilisieren können. Dabei entsteht leicht der Eindruck, als handelte es sich um zwei völlig verschiedene Gruppen: auf der einen Seite die westlichen großen NGOs (Oxfam, Care, Caritas etc.) und auf der anderen Seite die kleinen, lokal verwurzelten Grassroot-Organisationen. Diese Zweiteilung ist zudem gelegentlich noch mit einem Werturteil verbunden, demnach klein und lokal mit besser, effektiver und effizienter gleichgesetzt wird als groß und global. Diese simple Dichotomie wird von Julie Hearn, Autorin von African NGOs herausgefordert.

Explosives Wachstum

Hearns Ausgangspunkt ist das massive Wachstum afrikanischer NGOs in den letzten 25 Jahren. Gab es 1990 in Tanzania gerade mal 41 registrierte Nichtregierungsorganisationen so waren es 2000 schon 10.000! Und managten 1990 afrikanische NGOs weniger als US$ 1 Milliarde an Hilfsgeldern, so standen ihnen 10 Jahre später schon US$ 3.5. Milliarden zur Verfügung.

In den 1980er und 90er Jahren wurden lokale afrikanische Organisationen als Wundermittel gegen die den Kontinent plagende Armut und soziale Ungerechtigkeit angesehen: hier sei ein wirksames Instrument gegen das gescheiterte top-down Management der internationalen Entwicklungshilfeorganisationen, von Weltbank bis UN. Lokale Organisationen, so die weit verbreitete Annahme, würden lokale Bevölkerungen ermächtigen und ihnen eine längst überfällige Stimme geben.

Mitte der 90er Jahre wurde der Diskurs dann kritischer und zum ersten Mal forderten Entwicklungshelfer im Feld und empirische wissenschaftliche Studien das positive Bild einer aufblühenden, pluralistischen afrikanischen Zivilgesellschaft heraus. Studien mit Titel wie Undermining Development: The Absence of Power among Local NGOs (Michael 2004), zeigten anhand von Case Studies in verschiedensten afrikanischen Staaten, dass einheimische afrikanische NGOs weitgehend machtlos sind.

Diese Bestandaufnahme wurde von einigen, vorwiegend afrikanischen Beobachtern noch weitergeführt, die die Machtbeziehungen zwischen westlichen Hilfsorganisationen und staatlichen Entwicklungshilfeinstitutionen auf der einen Seite und ihren afrikanischen Pendants auf der anderen Seite höchst kritisch hinterfragen. Westliche Staaten hätten keineswegs ihren Machtanspruch in Afrika aufgegeben, sondern ihn nur dahingehend verlagert, dass sie weniger direkt als nunmehr indirekt, durch afrikanische Partner, ihren Einfluß ausübten. Denn die Gelder, mit denen Entwicklung vorangetrieben werden soll, stammen nach wie vor aus dem Westen.

NGOs – „the place to make money“

Andere kritische Stimmen verwiesen darauf, dass nur weil NGOs von Afrikanern betrieben werden, sie per se besser seien müssten als die ihrer internationalen Kollegen. Denn der Boom der afrikansischen Zivilorganisationen fällt in eine Periode des wirtschaftlichen Kollapes: zwischen 1982 und 1995 belief sich das durchschnittliche Wirtschaftswachstum der Sub-Saharischen Staaten auf minus 1.1% und koinzidierte mit einem rapiden Fall des Lebensstandards. In dieser Situation stellte ausländische Entwicklungshilfe – kanalisiert durch einheimische Partnerorganisationen – in vielen Staaten die wichtigste Geldquelle dar. In der Folge dienten NGOs als: 

safety net for the African petit bourgeois to survive and maintain their livelihood in the most appalling economic conditions. As both the state and the private sector have dried up as sites of either accumulation or ‚’rent seeking’, the voluntary sector, with ist sigificant inflows of external funding, has become the place to make money. The NGOs sector expanded exponentially, fuelling comments about the creation of ‚bogus’ NGOs that were in fact just ‚husband and wife NGOs’ or ‚briefcase NGOs’. (…) an interview with the director of a Ugandan NGO shows how this trend continues. Look (he says) I am not going to be shy about this – this is in the first place a business. We think first of our own survival, secondly about other people’s survival’

Scheinautonomie

Aber auch lokale NGOs, die seriöse Arbeit leisten, sind oft viel weniger unabhängig, als es den Anschein hat. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie über 90% ihrer Gelder von den großen, internationalen Organisationen erhalten. Diese sind  ihrerseits aus Imagegründen gezwungen mit lokalen Partnerorganisationen zusammenzuarbeiten (ansonsten heißt es, der Westen würde den afrikanischen Kontinent rekolonisieren) und haben sich in den letzten Jahren Buzzwords wie „Partizipation“, „Ownership“ und „Rechenschaft den Armen gegenüber“ auf die Fahnen geschrieben.

Aber in der Praxis sieht das meist anders aus und Projekte werden nicht vor Ort, in Kampala, Maputo oder Freetown entworfen, sondern in den Londoner, Washingtoner oder Pariser Headquarters der Entwicklungshilfeorganisationen. In diesem Prozess der Projektentwicklung und Implementierung werden die Interessen der lokalen Partner (und der Bevölkerungen) nachweislich nur zu oft übergangen.

Hearns Fazit: Afrikanische NGOs sind „lokale Verwalter internationaler Entwicklungshilfegelder, nicht eigenständige Manager lokaler, afrikanischer Entwicklungsprozesse.“

The Blue Sweater – Philanthropie und Markt

images

Als ich vor einer Woche in Berlin meinen Koffer packte, hatte ich ernsthafte Sorgen der Fluggesellschaft eine satte Gebühr für Übergepäck bezahlen zu müssen. Seit Monaten stapeln sich in meinem Arbeitszimmer die Bücher, die ich in den Ferien hier in Südfrankreich lesen will. Nach einer Runde Belletristik – The Women, das neueste Buch des begnadeten T.C. Boyle über die Frauen von Frank Lloyd Wright – war als erstes Sachbuch des Sommers The Blue Sweater. Bridging the Gap Between Rich and Poor in an Interconnected World an der Reihe, eine Art Biographie der Acumen Fund Gründerin Jacqueline Novogratz.

Amerikaner, die die Geschichte ihrer Weltverbesserer-Laufbahn aufschreiben, verfallen oft in eine Art Erweckungsrhetorik – so beispielsweise Room to Reads John Wood in Leaving Microsoft to Change the World. Auch Novogratz ist davor nicht gefeit und an einigen Stellen wünschte ich mir, sie wäre weniger edel und gut, ihr Pfad weniger gradlinig und aufopferungsvoll. Dennoch ist die Lektüre über ihre mittlerweile zwanzigjährige Erkenntnisreise durch die Welt der Entwicklungszusammenarbeit und Armutsreduktion, über weite Stellen lohnend. (Und anders als John Wood, der in seinem Buch überhaupt nicht auf die Arbeit vor Ort – z.B. in Nepal und Vietnam – eingeht und über alle Hindernisse und Herausforderungen beim Aufbau von Room to Read hinwegwischt (gab es die etwa nicht?), erscheint Novogratz’ Darstellung der vielen Widersprüche und gescheiterten Versuche wesentlich realistischer).  

Investments in Sozialen Fortschritt

Für alle, die den Acumen Fund nicht kennen: Der 2001 von der Rockefeller Stiftung, der Cisco Stiftung und einigen engagierten Privatpersonen mit über acht Millionen Startkapital ausgestattete Fond investiert in Organisationen und Individuen, die das Potential haben, in großem Stil sozialen Wandel zu initiieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen philanthropischen Ansätzen, investiert Acumen dabei sowohl in for-profit, als auch not-for-profit Organisationen und Sozialunternehmer, die sich einer strengen Qualitätskontrolle und Rechenschaftspflicht unterwerfen und messbaren, skalierbaren Fortschritt anstreben. Unter den bekanntesten Investments finden sich der Aufbau und Vertrieb von Bewässerungstechnologien fürs ländliche Indien und die Finanzierung von A to Z Textiles in Tanzania, dem mittlerweile größten afrikanischen Mückennetz-Produzenten.

Lernen, auf die harte Weise

Nach einer frühen, erfolgreichen Karriere bei einer amerikanischen Großbank, beschließt die damals 25 jährige Novogratz nach Afrika zu gehen und dort Mikrokredit-Organisationen für Frauen aufzubauen. Doch in Kenia und der Elfenbeinküste, ebenso wie in Ruanda, begegnet ihr nicht nur teilweise massiver Widerstand lokaler Entwicklungshelfer (die keine Weiße auf dem Führungsposten der African Development Bank sehen wollen), sie ist auch mit den Absurditäten staatlicher Entwicklungszusammenarbeit konfrontiert. Evaluiert sie großangelegte internationale Programme, z.B. von UNICEF und kommt zu dem Schluß, dass diese nicht nur unproduktiv, sondern sogar kontraproduktiv sind, dann stößt sie nur zu oft auf lokale Regierungsbeamte und internationale Entwicklungshelfer, die an dem System nichts ändern wollen und an einer Effizienz– und  Effektivitätssteigerung scheinbar überhaupt nicht interessiert sind.

Die blaue Bäckerei

Zugleich wird sie mit der Apathie und dem geringen Selbstwertgefühl von Frauen in Ruanda konfrontiert, die sie als Kunden für die neu gegründete Frauenbank Duterimbere gewinnen will. Novogratz möchte Mikrokredite nicht nur dafür verwendet sehen, dass eine Marktfrau mehr Tomaten oder Reis verkaufen kann. Sie möchte bei den Frauen unternehmerische Energien freisetzen, so dass diese wiederum selbst neue Jobs schaffen. Also wendet sie sich an eine Frauenkooperative, die bis dato von Entwicklungshilfegeldern finanziert, Backwaren herstellt und vertreibt. Als sie zum ersten Mal in der Bäckerei vorbeischaut sitzen dort 20 Frauen in einem engen Zimmer zusammen und warten auf Kundschaft. Es gibt keine ausgelegten Waren, keine Werbung – nichts außer ein paar Beignets (Schmalzgebackenes), Samosas und Waffeln, die jeden Morgen zubereitet werden um dann von den Frauen in ein paar Regierungsgebäude als vormittäglicher Snack feilgeboten zu werden – Knoppers auf Ruandisch.

Die Frauen verdienen 0.50$ am Tag, zu wenig um damit ihre oft vielköpfigen Familien zu ernähren. Aber selbst bei diesen niedrigen Einkünften verliert das Projekt Geld – an die $650 im Monat. Die Differenz wird von zwei Hilfsorganisationen gezahlt und die Kooperative bangte jedes Mal von neuem, ob die Unterstützung verlängert wird oder nicht. Novogratz überzeugt die Leiterin die Gelder der Hilfsorganisationen abzulehnen und gemeinsam ein eigenes Geschäftsmodell zu entwickeln.

Zuerst gilt es die Kundenbasis zu vergrößern: Da die Frauen zu schüchtern sind um Kunden zu werben, zieht die Amerikanerin mit ihnen los und gewinnt in Botschaften und internationalen Organisationen zusätzliche Abnehmer für eine (um Bananen- und Kassavachips) erweiterte und in leuchtend orangenen Körben dargebotene Produktpalette.

Die Einnahmen steigen, doch da einige Frauen Gelder privat einstecken, muss ein Kontrollsystem entwickelt werden. In Workshops versucht Novogratz ihnen Marketingskills zu vermitteln, scheitert jedoch, weil die Frauen meinen, es sei nicht Teil der „ruandischen Kultur“ Fremden in die Augen zu sehen oder diese direkt anzusprechen. Nichts desto trotz wird die Bäckerei nach einigen Monaten profitabel und langsam beginnen die Frauen an ihren eigenen Erfolg zu glauben und sich nicht nur als letztes Glied und Opfer ihrer Gesellschaft zu fühlen, welche gerade mal mit westlichen Almosen überleben kann. Schlußendlich wird das Haus der Kooperative auch noch zu einem leuchtend blau angestrichenen Backladen für Laufkundschaft umgewandelt und die begehrtesten Produkte der Bäckerei werden an viele kleine Läden Kigalis geliefert und dort verkauft. Nach 8 Monaten hat sich der Tagesverdienst der Frauen von US$0.50 auf US$2 gesteigert, eine Summe, die nur wenigen Frauen in Ruanda zur Verfügung steht.

Feedback und Incentivierung durch Marktmechanismen

Viele der gescheiterten Fälle von Entwicklungshilfe hängen damit zusammen, dass einer Bevölkerung Infrastrukturtechnologien – seien es Brunnenpumpen oder Hirsemühlen – geschenkt werden, diese aber, einmal defekt, von der lokalen Bevölkerung nicht repariert werden können. Oder teures Benzin zur Unterhaltung der Technologie verwendet werden muss, welches sich vor Ort niemand leisten kann. Weder Hilfsorganisationen noch Regierungsstellen müssen für die geleistete Hilfe effektiv Rechenschaft abliefern und je mehr Novogratz in die Mechanismen der Charities Einblick erhält, desto überzeugter ist sie, das das bestehende Hilfssystem eine niedrige Erwartungshaltungen der Bevölkerung und (bestenfalls) mittelmäßige Resultate produziert. Im Gegensatz dazu sind Marktmechanismen nicht nur zur Incentivierung der Bevölkerung besser geeignet, sondern bieten auch  den Finanzgebern die Chance, besseres Feedback zu erhalten, ob die finanzierten Maßnahmen funktioniert haben oder nicht.

Zurück in den USA fängt Novogratz für die Rockefeller Stiftung an vierwöchige Workshops in effektiver Philanthropie zu geben. In diesen Workshops kommen jeweils 8-10 Philanthropen zwischen 28 und 50 Jahren zusammen, die strategisch effektiv in sozialen Fortschritt investieren wollen – mittlerweile haben über 150 wohlhabende Menschen aus der ganzen Welt sich auf diese Weise darin ausbilden lassen, wie ihr Spendeneuro am nachhaltigsten und wirksamsten eingesetzt werden kann. Einige dieser Individuen unterstützten Novogratz dann auch bei der Gründung des Acumen Funds.

Ein Venture Capital Fund für ein Armen

Acumen versteht sich als ein Venture Capital Fund für die Armen: der Fund sammelt Spendengelder und investiert sie als Darlehen, Spende oder Unternehmensanteil in Organisationen, die von herausragenden Individuen geleitet werden und die sich mit den großen zeitgenössischen Problemen beschäftigen: mit low-income Bevölkerungen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen, adäquater medizinische Vorsorge oder Versorgung haben. Neben dem finanziellen Engagement bietet Acumen Hilfestellung im Managementbereich an und vernetzt Produzenten mit Marktpartnern und potentiellen Kunden. Sobald die initialen Investments zurückgezahlt werden können, werden sie in andere Unternehmen, die den Armen zu gute kommen, reinvestiert.

Dabei ist ein wichtiges Prinzip nicht nur in einzelne Projekte, sondern in Organisationen zu investieren und letztere zu stärken. Ohne stabile Institutionen wird der soziale Sektor nicht erfolgreich sein können. Ebenso wichtig erscheint mir Acumens Praxis, sowohl in for-profit als auch in not-for-profit Organisationen zu investieren. Die Unterscheidung zwischen beiden muss keine grundsätzliche sein: in manchen Fällen erscheint es sinnvoll eine Dienstleistung oder ein Produkt als (kostenlose) Spende zu verteilen, während es in einer anderen Situation sinnvoller sein kann, wenn sie kostenpflichtig verkauft werden:

„There is a powerful role both fort he market and for philanthropy to play … philanthropy alone lacks the feedback mechanisms of markets, which are the best listening devices we have; and yet, markets alone too easily leave the most vulnerable behind.“

betterplace gAG – neue Partner, mehr Power, neue Perspektiven

Am Donnerstag, den 02.07.09 war es soweit. Showdown im ehemaligen Milchstraßenverlag Hamburg – 12 Uhr. Sieben überregionale Medien versammelten sich in unserem Hamburger Büro. Alles war in heller und positiver Aufregung, denn gleich würden unsere neuen Partner verkündet: Dr. Bernd Kundrun, Dr. Arno Mahlert und Dr. Oliver Grün sind drei neue Partner bei betterplace. Wir formieren uns neu und wandeln uns zum Jahreswechsel in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG) um.

Nun wird sich jeder fragen – Warum? Ganz einfach, die Möglichkeit, sich an der gAG zu beteiligen bietet Partnern die Chance, am Erfolg von betterplace teilzuhaben und diesen sogar durch die Bündelung der Kräfte in Zukunft zu vervielfachen. Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien und Gesellschaft sind ausdrücklich eingeladen, die Zukunft des sozialen Engagements mitzugestalten und die Herren Mahlert, Kundrun und Grün sind als erste diesem Aufruf gefolgt. Wir freuen uns darüber sehr und sagen „Herzlich Willkommen“. Arno wird seine Erfahrung aus seiner Zeit als Unternehmer bei Tchibo und Beiersdorf sowie sein Netzwerk zur Verfügung stellen. Bernd unterstützt betterplace mit tatkräftiger Mitarbeit, seinen Kontakten in der Medienbranche sowie einer Millionenspende aus seinem Privatvermögen. Oliver als Spezialist fürs Spendensammeln von Hilfsorganisationen wird neben der Internet-Domain „spenden.de“ auch Software-Kapazitäten in die gAG einbringen.

Dabei gut zu wissen: Natürlich verfolgt die betterplace gAG auch weiterhin keine Gewinnmaximierung, sondern bleibt ein gemeinnütziges (!) „Weltverbesserungs-Unternehmen“. Heißt: die einzige Rendite aller Beteiligten ist eine bessere Welt – und kein Geld.

Mit frischem Blut, zusätzlichem Know How, viel Teamspirit und effektiven Synergien bieten sich betterplace darüber hinaus neue Chancen, unser Tätigkeitsfeld zu erweitern – nämlich in Form eines neu zu schaffenden „betterplace Lab“! Das Ziel? Im betterplace Lab werden Effizienz und Effektivität von Spendenprozessen weiter verbessert. Zusätzlich wird es mit der Integration von  “spenden.de” erstmals auch möglich sein, an Globalbudgets von Hilfsorganisation zu spenden, nicht nur direkt an Projekte. “spenden.de” wird dabei eine zweite, und von einem eigenen Team betreute Plattform sein, bei der die gAG vor allem im Admin-Bereich und bei der Entwicklung Synergien nutzen kann.

Für die betterplace.org-Nutzer ändert sich übrigens im Zuge der Umwandlung nichts – außer, dass betterplace.org noch besser wird. Spenden werden auch weiterhin zu 100% weitergeleitet. Details zum “Lab”, zu “spenden.de” und zur gAG allgemein werden wir in den nächsten Wochen und Monaten natürlich auch hier in unserem Teamblog diskutieren und kommunizieren.

Nach einem langen Arbeitstag wurde gefeiert. Nur manche konnten mit dem Arbeiten einfach nicht mehr aufhören.

Nach einem langen Arbeitstag wurde gefeiert. Nur manche konnten mit dem Arbeiten einfach nicht mehr aufhören.

Dank neuer Partner können wir nun mit geballter Power noch mehr erreichen! Doch weil große Vorhaben auch immer guter Vorbereitung bedürfen, versammelten wir uns mit einem großen Maß an Weltverbesserer-Momentum um den Grill. Dort stockten wir zunächst unsere Energiereserven mit Hilfe mächtiger Kartoffelsalate, Grillgut und Bier auf. Prost. Ein sehr schöner Abschluss eines ereignisreichen Tages und vielen Dank an alle Helfer, die inhaltlich und organisatorisch ihren Beitrag zu diesem schönen Tag geleistet haben.

Dead Aid

images

Auf unserem englischen blog befindet sich eine Rezension des Buches Dead Aid von Dambisa Moyo – Ihr glaubwürdiges Fazit: Entwicklungshilfe verhindert Entwicklung! Ihre engagierte Antwort: es gibt Alternativen!

03. Mai 2009 – Internationaler Tag der Pressefreiheit

Wenn Sie diesen Blog lesen, verfügen Sie über mindestens einen relativ ungehinderten Zugang zu Information: einen  Internetzugang. Ebenso wie wir von betterplace.org, die wir täglich das Engagement unserer User über das Netz in die Welt hinaus tragen. Wahrheiten, auch die Unbequemen, müssen ausgesprochen und gehört werden, damit Hilfe möglich wird. Der ungehinderte Zugang zu Informationen, die Freiheit, diese zu publizieren und seine Meinung zu sagen – das sind essentielle Bedingungen für unsere Arbeit. Das hat uns nicht erst der jüngste Fall medienlese.com gezeigt.

Presse- und Informationsfreiheit, das bedeutet heutzutage vor allem einen Zugang zum Internet um Radio- und WebTV-Angebote genauo nutzen zu können, wie die Onlineausgabe einer Zeitung. Besonders weiten Teilen Afrikas ist dieser Zugang aber noch verschlossen. Helfen Sie mit, das zu ändern – zum Beispiel in Tansania oder in Südafrika.

Endlich offiziell: betterplace.org ist Ausgewählter Ort im Land der Ideen – Horst Köhler und Gesine Schwan waren dabei

Mittwoch Nachmittag war’s endlich offiziell: In unserem Büro in der Schlesischen Straße feierten wir unseren Tag der offenen Tür und als Abschluß die Auszeichnung Ort im Land der Ideen. Unser Bundespräsident und seine Gegenkandidatin waren auch dabei – zumindest indirekt. Horst Köhler war in Form seiner Unterschrift ebenso “gefühlt” in unserem Büro wie Gesine Schwan, deren Mann Prof. Dr. Peter Eigen eine beeindruckende Festrede zur Preisverleihung hielt. Und dabei die Wichtigkeit von betterplace.org für die Zivilgesellschaft hervorhob: „Die Zukunft liegt bei betterplace.org“, so der Gründer von Transparency International.

petereigen_s

Im Mittelpunkt standen aber natürlich die Projekte. Drei davon konnten hautnah erlebt werden: Marcus Jantz, der mit Solarlampen in Honduras für nachhaltige Entwicklung sorgt, Gilles Duham, der im Berliner Rollbergkiez ein Betreuungsangebot für sozial Schwache aufgebaut hat sowie Brigitta Bremme, die einen integrativen Capoeira-Club leitet. Alle drei Projekte wurden live vorgestellt – bzw. vorgtanzt.

Und am Ende gab’s den Preis.

ubergabe_s

Vielen Dank an alle, die mit uns gefeiert haben.

Für alle die nicht dabei waren: Der RBB war vor Ort und hat einen Beitrag gefilmt.



© 2007-2009 betterplace

This Blog is proudly powered by WordPress
Entries (RSS) and Comments (RSS).