Archiv für die Kategorie ‘Stefan Drescher’

Fundraising2.0Camp – Be there or be square!

fc20 Am Freitag 22.01.2010 fand das Fundraising2.0Camp im Hub in Berlin Kreuzberg statt. Da das für uns eine Art Heimspiel ist, waren wir mit einem Großaufgebot dabei. Die lockere Atmosphäre machte es einfach viele spannende Menschen kennen zu lernen und bereits bestehende Kontakte zu pflegen. Es waren kleine und große Organisationen da. Webaffine und Einsteiger. Auch mit Vertretern verschiedener Unternehmen konnte man ungezwungen ein Pläuschchen halten. Insgesamt also eine interessante Mischung.

Nach Begrüßung und Sessionplanung gab es zwei Sessions-Slots morgens. Gefreut haben wir uns sehr darüber, dass Katrin und Jörg unsere Bewertungsmethode von Projekten in ihrem Jahresrückblick besonders betonten. Im Anschluss an eine leckere Stärkung gab es dann erneut eine Sessionplanung und 3 weitere Sessions-Slots am Nachmittag. Insgesamt waren es 16 Sessions.

Für jeden Geschmack war thematisch etwas dabei. Es wurden Grundlagen des Fundraisings 2.0 diskutiert, innovative Wege aufgezeigt und Chancen und Risiken abgewogen. Björns Präsentation zur Nachmittagssession „Facebook für NGOs mit Schwerpunkt Fundraising“ könnt hier herunterladen.

Unter dem Strich wurde klar: Modernes Fundraising sollte die Möglichkeiten nutzen, die neue technische und soziale Entwicklungen wie das Web 2.0 bieten. Gerade kleine Organisationen können aufgrund der niedrigen Eintrittsbarrieren hiervon profitieren. Wichtig dabei ist eine an das jeweilige Medium angepasste Botschaft.

Vielen Dank nochmals an die Organisatoren und Sponsoren des Camps. Es war eine tolle Plattform für den direkten und kreativen Ideenaustausch. Wie Alexa zu Beginn der Veranstaltung schon sagte: Das Fundraising2.0Camp ist Web 2.0 zum Anfassen.

Karibikparadies adieu – jetzt Haiti helfen!

(c) Getty ImagesHeute Nacht erschütterte ein schweres Erdbeben gefolgt von mehreren Nachbeben Haiti. Es war das schwerste Beben seit über 200 Jahren. Der Staat im karibischen Meer ist das drittärmste Land der Welt. Nach Medienberichten wurde die Hauptstadt Port-au-Prince schwer getroffen. action medeor berichtet auf ihrer Projektseite auf betterplace.org über zerstörte Krankenhäuser. Verlässliche Angaben über die Opferzahlen gibt es bisher nicht, aber die Hilfsorganisationen gehen von hunderten bis tausenden Toten aus. Ganz zu schweigen von der Zahl der Obdachlosen, die vor dem buchstäblichen Nichts stehen.

Auf betterplace.org findet ihr Projekte unter anderem von CARE, action medeor und Aktion Deutschland Hilft, die den Menschen auf Haiti erste Nothilfe zukommen lassen. Die Möglichkeiten die Projekte zu unterstützen sind vielfältig. Hier eine Auswahl:

Online Spenden:

Auf haitihelfen.betterplace.org habt ihr die Möglichkeit Projekte, die den Erdbebenopfern auf Haiti unmittelbar helfen, online zu unterstützen. Verfolgt dabei dank regelmäßiger Berichte aus dem Katastrophengebiet auf den Projektseiten der Organisationen direkt was eure Hilfe bewirkt.

Charity-SMS:

Ihr könnt den Erdbebenopfern auch mit einer SMS helfen. Schickt dazu einfach eine SMS mit dem Stichwort “aufbau” an die Nummer 81190. Die Charity-SMS beträgt einmalig 3,17 Euro. Sowohl der Dienstleister Burda Wireless als auch die Mobilfunkanbieter verzichten dabei auf die üblichen Erlösanteile – bis auf eine minimale technische Gebühr von 17 Cent. Was mit eurer SMS bewegt wurde, könnt ihr unter haiti.betterplace.org verfolgen.

Weitersagen:

Auch auf anderem Wege könnt ihr helfen. Bindet unseren Link (haitihelfen.betterplace.org) in eure E-Mail Signatur ein, setzt eure Statusmeldung in sozialen Netzwerken auf „Jetzt Haiti helfen! haitihelfen.betterplace.org“, integriert unseren Banner auf eurer Website oder sendet euren Freunden einfach eine E-Mail. Und am besten kombiniert ihr alle Möglichkeiten!

Egal auf welchem Weg ihr die Menschen auf Haiti unterstützt, eure Hilfe kommt wie immer zu 100% an. Über die Projektseiten der Organisationen könnt ihr dabei online mitverfolgen was genau ihr bewirkt habt.

Also legt los, Haiti braucht uns!

2009 ist tot, es lebe 2009!

feuerwerk Wer im vergangenen Dezember abends den Fernseher anschaltete, um sich nach einem anstrengenden Arbeitstag etwas berieseln zu lassen, landete nicht selten bei einem Jahresrückblick. Auch für uns ist es an der Zeit zu rekapitulieren was im turbulenten Jahr 2009 so alles geschah. Nachdem Joana bereits den sozialen Sektor unter die Lupe genommen hat, werde ich mich jetzt den Ereignissen bei betterplace.org widmen.


1. Quartal

Das Jahr begann wie 2008 endete – ereignisreich. Viele spannende Projekte konnten über betterplace.org Unterstützung finden. Ein Projekt, das uns besonders begeisterte, war Cinema Jenin. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Kinos im palästinensischen Jenin um die Kinokultur in der Bevölkerung der Stadt und des Flüchtlingslagers wiederzubeleben. Die Renovierung des Kino-Gebäudes ist inzwischen beinahe abgeschlossen.

Zwei weitere tolle Projekte, die wir seit dem 1. Quartal aktiv unterstützen, sind Skateistan und die Boxgirls International. Skateistan ist ein Bildungsprojekt auf der Grundlage einer Skateschule in Afghanistan. Ein Ansatz der uns sofort faszinierte. Gleiches gilt auch für die Boxgirls International. Die Fähigkeiten, die die Mädchen im Ring erlernen bringen sie persönlich und in der Gesellschaft weiter. Ein Projekt, das vor Energie nur so sprüht.

server_down_betterplace_sm1Jeder braucht aber auch mal eine Auszeit. Das gilt genauso für Server. Diese Tatsache zu nutzen war das Ziel unserer „Server down – Engagement hoch“ Aktion, die wir am internationalen Tag des Systemadministrators ins Leben gerufen haben. Statt ein langweiliges „vorübergehend nicht erreichbar“ können Webseitenbetreiber nun ihren Besuchern die Möglichkeit geben die Wartezeit zu verkürzen und ganz nebenbei die Welt zu verbessern.

2. Quartal

Im April bekamen wir hohen Besuch. Zu unserem Tag der offenen Tür gab sich Prof. Dr. Peter Eigen, der Gründer von Transparency International, die Ehre und hielt eine eindrucksvolle Rede. Hintergrund war über den Tag der offenen Tür hinaus, die Auszeichnung von betterplace.org zu einem „Ausgewählten Ort im Land der Ideen“ – einer Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler.

pennergame Wie gut das Aktivieren der eigenen community funktionieren kann, wenn der thematische Bezug stimmt, zeigte Pennergame. In diversen Aktionen über das Jahr 2009 verteilt animierten die Macher des Onlinespiels ihre Mitglieder für Obdachlosenprojekte über betterplace.org zu spenden. Sie stellen derzeit das stärkste Team auf unserer Plattform. Weiter so!

Im selben Zeitraum konnten wir einen weiteren für uns wichtigen Schritt bekanntgeben. Aus der betterplace.org gGmbH wird künftig eine gAG werden. Dieser Schritt soll betterplace.org noch schlagkräftiger machen ohne uns dabei Organisationsseitig aufzublähen.

3. Quartal

Gefreut haben wir uns auch sehr über das Engagement von Schauspielerin Anna Maria Mühe. Sie besuchte im Juli das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig und unterstützt es seither. Auf der Projektseite von Bärenherz auf betterplace.org berichtete sie über ihren Besuch. Zudem schmückte sie in der zweiten Jahreshälfte 2009 unsere Startseite.

Im Herbst fand zudem die Mozilla Mitmachwoche statt. Internetaffine Personen wurden dabei dazu auffordert ihr Wissen über das Internet und dessen Verwendung sozialen Projekten zugänglich zu machen. betterplace.org unterstützte die Mozilla-Mitmachwoche in Deutschland als Mittler zwischen Freiwilligen und geeigneten Projekten.

t-shirt-640x584Wir versuchten uns auch als Trendsetter für den modischen Herbst. Zusammen mit dem Kreativportal 12designer führten wir einen T-Shirt Wettbewerb durch. Die Wettbewerbsbeiträge waren alle auf einem sehr hohem Niveau. Das Gewinner-Shirt kann bei Speradshirt bezogen werden. So sexy kann weltverbessern sein.

betterplace.org ist für alle da. Daher sammeln auch große Organisationen über uns Spenden. Wie das aussehen kann zeigte action medeor. Innerhalb eines Jahres kamen 12.250 Euro zusammen. Insbesondere die Aktualität und die sehr günstige Gewinnung von Neuspendern überzeugten die Organisation.

Dass Fernsehen nicht zwangsläufig dick, dumm und traurig machen muss konnten wir ebenfalls im 3. Quartal 2009 beweisen. Die Agentur „Heck-Antrieb“ in Zusammenarbeit mit „Kropp & Ritzert Create GmbH“ produzierte einen pro-bono Spot, der bundesweit im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Ihr könnt ihn online hier, auf unserer Facebook Seite oder auf unserem Edelprofil im meinVZ sehen.

4. Quartal

Eine weitere schöne Aktion fand gegen Ende des Jahres statt. Gemeinsam mit eBay, dem Verkaufsdienstleister LIMAL und DHL stellten wir eine Infrastruktur zur Verfügung, die es Markenherstellern ermöglichte, Spenden in Höhe von Endverbraucherpreisen über die Versteigerung von Waren auf eBay zu generieren. Das schöne dabei: Kein Aufwand für die Hersteller und alle Beteiligten verzichteten auf eine Vergütung für die erbrachten Dienstleitungen.

Im Oktober 2009 war es dann soweit. betterplace.org hat schon nach knapp zweijährigem Bestehen die Schallgrenze von 1 Mio. an generierten Spenden geknackt. Wir haben uns riesig gefreut und danken euch für euer großartiges Engagement!

Das Überspringen der 1 Mio. Spendenhürde passte uns auch zeitlich sehr gut ins Konzept. Denn im November veranstaltete betterplace.org die diesjährige “Global Online Giving Marketplaces Conference”. Hierzu fanden sich die weltweit 13 führenden Internet-Spendenplattformen in Berlin ein. Die Organisationen beschlossen eine vertiefte Zusammenarbeit und planten eine gemeinsame, globale Kampagne, die mehr Menschen dazu bewegen soll, sich online zu engagieren.

adventskalenderPünktlich zu Weihnachten starteten wir dann eine Reihe unterschiedlicher Aktivitäten. So gab es beispielsweise 2009 wieder eine Weihnachtswunschbaumaktion. Hier konnten Unternehmen online Wünsche der kleinen Bewohner von verschiedenen Kinderheimen erfüllen. Zudem haben wir einen online Adventskalender gebastelt. Er beinhaltete – wie sich das für einen Adventkalender nun mal gehört – 24 Türen und damit 24 Mal die Möglichkeit Gutes zu tun.

Auch Unternehmen nutzen Weihnachten um Gutes zu tun. So beispielsweise SoftMaker. Innerhalb der Aktion Load and Help 2009 konnten Anwender das SoftMaker Office 2008 Paket kostenfrei herunterladen. Das Unternehmen spendete anschließend pro download 10 Cent für Projekte auf betterplace.org. Auf diese Weise kamen stolze 6.089 Euro zusammen.

Kurz vor Jahresende haben wir außerdem die Payback Spendenwelt realisiert. Nun ist es Payback-Karten-Inhabern möglich ihre Punkte gezielt an Projekte zu spenden und online mitzuerleben, was genau mit den Punkten bewegt wurde. Selbstverständlich werden auch hier 100% der Punkte weitergeleitet.

blumenladenLast but not least noch eine super Geschichte zum Ausklang des Jahres. Ein vom unverschuldeten Aus bedrohter Blumenladen in Berlin Charlottenburg konnte durch eine beherzte Initiative über betterplace.org gerettet werden. Die Initiative sorgte für so viel Furore, dass sie sogar von verschiedenen Offline Medien aufgegriffen wurden. Klasse Aktion! Wir sagten es ja schon immer: Handeln statt Heulen!

Es ist also viel geschehen. Satt sind wir deshalb aber noch lange nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Wir sind hungrig aufs neue Jahr und freuen uns auf viele spannende Geschichten, aufregende Aktionen und interessante Erlebnisse. Die Umwandlung in eine gAG wird bald vollzogen sein und dann geht es mit Volldampf weiter voraus! Ideen haben wir schon jede Menge…

Verlosung von Karten für Nina Hagens Charity Konzert

Jesus is the Rock! – das ist der Titel des diesjährigen Weihnachtskonzertes von Nina Hagen am 16.11.2009 im gemütlichen Kreis im BKA Theater in Kreuzberg. Wir verlosen 3×2 exklusive Tickets für dieses eher ungewöhnliche Weihnachtskonzert. Die glücklichen Gewinner dürfen sich über einen Tisch direkt vor der Bühne freuen. Zum Bier holen muss man diesen schönen Ort noch nicht einmal verlassen, denn man wird am Tisch bedient. Und das Beste: Alle Erlöse des Konzerts gehen an Ninas Lieblingsprojekte und –organisationen, die sich um bedürftige Kinder kümmern. Verlost werden die Tickets am 15.12.09 von unserer Lottofee.

Also einfach mitmachen und Mitglied in Nina Hagens Spendenteam unter nina.betterplace.org werden. Alternativ könnt Ihr auch eine SMS mit “NINA” an die Nummer 81190 schicken (Die Charity-SMS kostet dich 2,99€ (ggfs. zzgl. Kosten einer “normalen” SMS)). Oder schickt eine Postkarte mit dem Stichwort “Nina” an betterplace, Schlesische Straße 26, 10999 Berlin (Einsendeschluss: 15.12.09).

Und vergesst bitte nicht den Farbfilm… den werdet ihr sicherlich am 16.11.09 gebrauchen können!

“Damit nicht alles den Bach runter geht” – Der Welttoilettentag

Am 19. November ist Welttoilettentag. Das hört sich zunächst nach einem Scherz an, hat aber einen durchaus ernsthaften Hintergrund. Unglaubliche 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu hygienischen Sanitäranlagen. Das sind 40% der Weltbevölkerung.

An den Folgen sterben jährlich laut UNICEF 1,8 Millionen Menschen. Speziell Durchfallerkrankungen machen Kindern zu schaffen. Wer glaubt das AIDS/HIV der Killer schlechthin ist, dem sei gesagt, dass in Entwicklungsländern fünf Mal so viele Kinder an Durchfallerkrankungen sterben wie an AIDS/HIV. Auch die Umwelt wird durch das Fehlen von Sanitäranlagen stark in Mitleidenschaft gezogen.

Der Welttoilettentag wurde 2001 eingeführt um Aufmerksamkeit auf dieses oftmals vernachlässigte Thema zu lenken. Wir unterstützen das und haben deshalb im studiVZ bzw. meinVZ vom 09.11.09 bis zum 16.11.09 einen Sloganwettbewerb ausgerufen. Der Slogan „Damit nicht alles den Bach runtergeht“ hat uns aufgrund seiner Doppeldeutigkeit überzeugt: Denn oftmals geht die Notdurft eben wirklich den Bach runter – aus dem dann anschließend getrunken wird. Der Slogan ziert nun unseren Startseitenbanner und verweist auf Projekte, die sich mit dem Thema „Toilette“ beschäftigten. Wie die Projekte zeigen, können bereits kleine Beträge Großes bewirken. Helft uns dabei die Gesundheit von vielen Menschen zu verbessern und die Umwelt zu schützen!



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